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Aktuelle Informationen

Berufsunfähigkeit: Ansprüche und Leistungsumfang

Berufsunfähig im Sinne der Satzung des Versorgungswerkes der Landeszahnärztekammer Thüringens ist, wer aufgrund eines körperlichen Gebrechens oder wegen einer Schädigung der körperlichen oder geistigen Kräfte zur Ausübung des zahnärztlichen Berufes nicht in der Lage ist.

Der Begriff der Berufsunfähigkeit im Sinne der Satzung des Versorgungswerkes der Landeszahnärztekammer Thüringen ist umfassend zu verstehen. Das berufsständische Versorgungswerk kennt kein nach dem Grad der Erwerbsminderung abgestuftes Ruhegeld. Der Begriff der Berufsunfähigkeit ist somit dahin auszulegen, dass die Unfähigkeit zur Ausübung der zahnärztlichen Tätigkeit uneingeschränkt gegeben sein muss.

Ein wichtiges Merkmal zur Beurteilung soll dabei sein, dass die Arbeit am Patienten zu weniger als 50 Prozent durchgeführt werden kann.


Ruhegeld bei vorübergehender Berufsunfähigkeit

  • Berufsunfähigkeit ist voraussichtlich nur von vorübergehender Natur und hat länger als 26 Wochen gedauert
  • Gewährung von Beginn der 27. Woche bis zum Ende des Monates, in dem die berufliche Tätigkeit wieder aufgenommen wird, längstens auf die Dauer von 4 Jahren
  • Antrag ist beim Versorgungswerk bis zum Ende der 40. Kalenderwoche eingegangen, bei späterem Antragseingang kann das Ruhegeld erst ab dem Tag der Antragstellung gewährt werden
  • der Bezug des Ruhegeldes erfordert nicht die Aufgabe der beruflichen Tätigkeit


Ruhegeld bei dauernder Berufsunfähigkeit

  • Gewährung von Beginn der dauernden Berufsunfähigkeit
  • Antrag ist bis zum Ende der 40. Woche beim Versorgungswerk eingegangen, ansonsten ist der Tag der Antragstellung maßgebend
  • Gewährung ist frühestens ab Beginn des Monates möglich, der auf die Abmeldung der beruflichen Tätigkeit folgt
  • der Bezug von Ruhegeld erfordert zwingend die Aufgabe der gesamten beruflichen Tätigkeit, d.h. die gesamte zahnärztliche Tätigkeit muss bei der LZKTh abgemeldet sein


Erhöhtes Ruhegeld bei vorzeitiger Berufsunfähigkeit

  • Berufsunfähigkeit vor Vollendung des 60. Lebensjahres
  • Anspruch, soweit ein Mitglied in der Zeit seiner Mitgliedschaft im Versorgungswerk und vor Eintritt der Berufsunfähigkeit Beiträge an das Versorgungswerk geleistet hat


Weitere Voraussetzungen und Besonderheiten:

  • der Antragsteller führt die zur Feststellung der Berufsunfähigkeit notwendigen Nachweise
  • vom Versorgungswerk erbetene Nachweise sind sowohl bei Antragstellung als auch während der Dauer des Bezuges von Ruhegeld vorzulegen
  • die Ansprüche auf Bezug von Ruhegeldern erlöschen nicht mit dem Verlust der Approbation
  • der Anspruch auf Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit erlischt, wenn die körperlichen Gebrechen oder Schwächen durch Selbstverstümmelung eingetreten sind
     
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