Curriculum „Parodontologie“

Das Curriculum „Parodontologie“ stellt eine in sich abgeschlossene Folge von Fortbildungskursen dar, um Zahnärzten eine Aktualisierung und Vertiefung von Kenntnissen auf diesem Fachgebiet zu ermöglichen.

Es basiert auf der Zielstellung einer optimalen Prävention sowie der oralen Rehabilitation des Patienten und schließt folglich die komplexe individuelle Therapieplanung sowie Verbindungen zu präventiven und therapeutischen Maßnahmen der Zahnerhaltung, Prothetik sowie zahnärztlichen Chirurgie und weiteren relevanten medizinischen Fachgebieten mit ein. Die abrechnungsrelevanten und betriebswirtschaftlichen Aspekte werden dargestellt.

Kurszeiten:

Freitag:
Samstag: 
 
14:00-19:00 Uhr
09:00-16:00 Uhr
 

Teilnahmegebühr:

475,– Euro je Einzelkurs

Nur im Paket zu buchen.

Allgemeine Informationen zum Curriculum

Ablauf und Inhalt

Das Curriculum „Parodontologie“ besteht aus sechs Wochenendkursen mit insgesamt ca. 84 Fortbildungsstunden. Für die Teilnehmer besteht Präsenzpflicht.

Das Curriculum „Parodontologie“ stellt eine in sich abgeschlossene Folge von Fortbildungskursen dar, um Zahnärzten eine Aktualisierung und Vertiefung von Kenntnissen auf diesem Fachgebiet zu ermöglichen.

Es basiert auf der Zielstellung einer optimalen Prävention sowie der oralen Rehabilitation des Patienten und schließt folglich die komplexe individuelle Therapieplanung sowie Verbindungen zu präventiven und therapeutischen Maßnahmen der Zahnerhaltung, Prothetik sowie zahnärztlichen Chirurgie und weiteren relevanten medizinischen Fachgebieten mit ein. Die abrechnungsrelevanten und betriebswirtschaftlichen Aspekte werden dargestellt.

Der Schwerpunkt besteht neben der Vermittlung von theoretischem Wissen vor allem aus praktischen Übungen am Phantomkopf und am Schweinekiefer. Im kollegialen Gespräch können anhand eigener geplanter und versorgter Patienten parodontologische Therapiemaßnahmen vorgestellt und diskutiert werden. Im kollegialen Gespräch können anhand eigener geplanter und versorgter Patienten endodontische Therapiemaßnahmen vorgestellt und diskutiert werden.

Den Teilnehmern wird freigestellt, die Hospitation und Supervision sowie das Abschlussgespräch zu absolvieren und das Curriculum mit dem Fortbildungszertifikat „Parodontologie“ abzuschließen.

Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer erhalten Teilnahmebestätigungen für die Absolvierung der einzelnen Wochenendkurse und des gesamten Curriculum.

Das Curriculum ermöglicht den Teilnehmern den Erwerb der besonderen theoretischen Kenntnisse, die gemäß der Richtlinie und § 17 der Berufsordnung zum Ausweisen des Tätigkeitsschwerpunktes „Parodontologie“ berechtigen.
 

Fortbildungszertifikat

Das Fortbildungszertifikat „Parodontologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen wird Zahnärztinnen und Zahnärzten zuerkannt, die nachfolgende Voraussetzungen erfüllt haben:

  1. Curriculum „Parodontologie“
  2. Erwerb und Nachweis praktischer Fähigkeiten
    • Hospitation und Supervision nach Vorgabeprotokoll
    • Dokumentation von 15 selbstversorgten parodontologischen Behandlungsfällen (gemäß Anforderungskatalog)
  3. Abschlussgespräch

Eine Hospitation beinhaltet die Begleitung parodontischer Behandlungen in einer Praxis oder Klinik, soweit diese die hierfür geltenden Anforderungen nach Maßgabe der Arbeitsgruppe „Parodontologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen erfüllen.

Die Supervision kann unter Aufsicht in einer Praxis oder Klinik erfolgen, soweit diese die hierfür geltenden Anforderungen nach Maßgabe der Arbeitsgruppe „Parodontologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen erfüllt.

Hospitation und Supervision sind nach Vorgabeprotokoll zu bestätigen.

Die Vorbereitung, Planung und rechtlichen Beziehungen liegen in der Verantwortung und der Hand des Kursteilnehmers.

Zum kollegialen Abschlussgespräch kann sich anmelden, wer das Curriculum Parodontologie absolviert hat und innerhalb von zwei Jahren nach dessen Abschluss die geforderten Nachweise erbringt.

Das Abschlussgespräch wird von einer von der Landeszahnärztekammer Thüringen beauftragten Kommission geleitet und findet in der Landeszahnärztekammer statt.

Das Abschlussgespräch dauert etwa 30 Minuten. Die Teilnehmer bringen die gesamte Dokumentation der 15 selbstversorgten Fälle mit. Drei dieser Fälle sollen im Abschlussgespräch diskutiert werden.

Das Ergebnis des Abschlussgespräches ist zu dokumentieren und zu bewerten.

Das Abschlussgespräch ist gebührenpflichtig.

Kurstermine

Klasse 20

  • Kurs 1:
    Ätiopathogenese der Parodontitis und Grundlagen der Therapie
    Freitag:25.06.2021,14:00-19:00 Uhr
    Samstag:26.06.2021,09:00-16:00 Uhr
         
  • Kurs 2:
    Nichtchirurgische und chirurgische Parodontitistherapie
    Freitag:19.11.2021,14:00-19:00 Uhr
    Samstag:20.11.2021,09:00-16:00 Uhr
         
  • Kurs 3:
    Plastische Parodontalchirurgie
    Freitag:08.04.2022,14:00-19:00 Uhr
    Samstag:09.04.2022,09:00-16:00 Uhr
         
  • Kurs 4:
    Regenerative Parodontitistherapie
    (Termine folgen)
     
  • Kurs 5:
    Mundschleimhauterkrankungen / Perioprothetisches Restaurationskonzept
    (Termine folgen)
     
  • Kurs 6:
    Behandlungsplanung und Nachsorge / Antibakterielle Infektionsbekämpfung
    (Termine folgen)

Referenten

  • Dr. Elyan Al-Machot, Dresden
  • Dr. Raphael Borchard, Münster
  • Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Dresden
  • Prof. Dr. Holger Jentsch, Leipzig
  • Dr. Knut Karst, Ilmenau
  • Prof. Dr. Wolfgang Pfister, Weimar
  • Prof. Dr. Ralf Rößler, Oberägeri
  • Prof. Dr. Dr. Stefan Schultze-Mosgau, Jena
  • Prof. Dr. Anton Sculean, Bern

Details Kursinhalte

Kurs 1: Ätiopathogenese der Parodontitis und Grundlagen der Therapie

  • Anatomie des Parodonts
  • Ätiologie und Pathogenese
  • Klassifikation gingivaler und parodontaler Erkrankungen
  • Diagnostik / Indices
  • Risikobewertung parodontaler Befunde
  • Initialtherapie / antiinfektiöse Therapie
  • Instrumentierung der Wurzeloberfläche (Küretten / Ultraschall / Laser)
    Übungen am Phantomkopf / Schweinekiefer
  • Dokumentation und Fotodokumentation
  • Vertrags- und privatzahnärztliche Leistungsgestaltung

Kurs 2: Nichtchirurgische und chirurgische Parodontitistherapie

  • Anatomische Grundlagen
  • Entscheidungsfindung zur chirurgischen Parodontaltherapie
  • Schnittführungen / Lappendesign / Nahttechniken
    Übungen am Schweinekiefer
  • Therapiemöglichkeiten bei Furkationsbefall
  • Wurzelamputation / Prämolarisierung
  • Risikobewertung chirurgischer Verfahren
  • Vertrags- und privatzahnärztliche Leistungsgestaltung

Kurs 3: Plastische Parodontalchirurgie

  • Klinische Pathogenese / diagnostische Bewertung
  • Rezession und Rezessionsdeckung
  • Mukogingivales Trauma und Mukogingivalchirurgie
  • Freie Schleimhaut- und Bindegewebstransplantation
  • Implantation im parodontal geschädigten Gebiss
  • Therapieeffektivität – Nachsorge
  • Vertrags- und privatzahnärztliche Leistungsgestaltung

Kurs 4: Regenerative Parodontitistherapie

  • Grundlagen der regenerativen Parodontitistherapie
  • Techniken der gesteuerten Geweberegeneration
  • Schmelzmatrixproteine / Knochenersatzmaterialien / Wachstumsfaktoren
    Übungen am Schweinekiefer
  • Therapieeffektivität und Risikobewertung
  • Privatzahnärztliche Leistungsgestaltung

Kurs 5: Mundschleimhauterkrankungen & perioprothetisches Restaurationskonzept

Kurs 5.1: Mundschleimhauterkrankungen

  • Fotodokumentation intraoraler Befunde:
    kurzgefasste Hinweise für die klinische Fotografie
  • Anatomie der Mundschleimhaut / Pathologische Grundreaktionen
  • Systemische Differentialdiagnostik anhand klinischer Hauptgruppen
  • „Der helle Fleck“
  • „Der dunkle Fleck“
  • „Der Substanzdefekt“
  • „Die Substanzzunahme“

Kurs 5.2: Perioprothetisches Restaurationskonzept

  • Grundlagen der prothetischen Versorgung im parodontal geschädigtem Gebiss
  • Die Periimplantitis als Risikofaktor eines Versorgungskonzeptes und ihre Therapie
  • Betrachtung der Langzeitkosteneffektivität verschiedener Versorgungsformen
  • Kassen- und privatzahnärztliche Leistungsgestaltung

Kurs 6: Behandlungsplanung und Nachsorge / Antibakterielle Infektionsbekämpfung

  • Antibakterielle Infektionsbekämpfung lokal / systemisch / AB Abschirmung
  • Antiphlogistische Therapie
  • Alternative Therapiemethoden (Laser / Photodynamische Therapie / Ozonanwendung)
  • Komplexes parodontales Nachsorgekonzept
  • Entwicklung von Behandlungskonzepten an Hand von Patientenfällen
  • Koordination von Behandlungsschritten
  • Aktuelle Patientenfälle der Teilnehmer

7: Hospitation (obligatorisch für Fortbildungszertifikat)

8: Supervision (obligatorisch für Fortbildungszertifikat)

9: Abschlussgespräch (obligatorisch für Fortbildungszertifikat)
 

Änderungen vorbehalten.

Kontakt

Monika Westphal

Fortbildung /
Kurse ZÄ, ZFA

 0361 7432-108
 0361 7432-270
 E-Mail senden

 

Kerstin Held

Fortbildung /
Kurse ZÄ, ZFA

 0361 7432-107
 0361 7432-270
 E-Mail senden