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Zahnarztsenioren unter Tage

Herbstausflug ins Erlebnisbergwerk Merkers

Der traditionelle Herbstausflug der Zahnarztsenioren führte am 25. Oktober 2012 in das Erlebnisbergwerk Merkers. Er war dank der ausgezeichneten Vorbereitungen durch Frau Büttner und Frau Börner ein großer Erfolg.

Wie bei jeder Fahrt wurden wir von den bekannten Sammelplätzen durch das Busunternehmen Gessert abgeholt, um zunächst nach Bad Salzungen zu fahren. Auch wenn wir wegen des trüben Wetters die bunte Herbstlaubfärbung nicht genießen konnten, verkürzte uns der Reiseleiter, Herr Weißer, mit seinen kompetenten Erklärungen die lange Fahrt. Im Kurhaus am Burgsee von Bad Salzungen hatten wir Gelegenheit, das Mittagessen einzunehmen, um danach unser Ziel in Merkers zu erreichen.

800 Meter unter der Erde

Hier wurde es richtig spannend: Die Vorhalle war bereits mit Besuchern gefüllt. Wir alle nahmen in einem Schauraum Platz und wurden mit Wort, Witz und Bild in den Kalibergbau und das zu erwartende Geschehen unter der Erde eingeführt. Mit Schutzkleidung und Erkennungsmarke fuhren wir, auf vier „Fördergefäße“ (Sprache des Bergmanns) verteilt, in Richtung Mittelpunkt der Erde. Nach 507 Metern war diese Reise zunächst beendet.

Wir stiegen in zwei LKW um, die von sachkundigen Bergleuten mit maximal 30 km/h gefahren wurden. Ihnen waren wir dann während der etwa 20 Kilometer langen Fahrt im riesigen Tunnelsystem ausgeliefert. Wir hatten das Gefühl, dass sie das genossen haben, denn unser verhaltenes Juchzen in den rasant durchfahrenen Kurven und bei den Bergabfahrten machte unseren Fahrern sichtlich Spaß. Trotzdem versorgten sie uns während der Fahrt mit vielen Informationen. So erfuhren wir, dass die Stollen und Hallen bis 1928 ohne Stromversorgung waren, dass die Temperatur je 100 Meter Tiefe um 3 Grad zunimmt und wir uns letztendlich auf 800 Meter Tiefe befanden.

Filme über Salzfördertechnik mit Sprengsimulationen

Beeindruckend für uns alle war der sogenannte Großbunker, der jetzt vornehmlich Konzertveranstaltungen dient. Im historischen „Goldraum“ wurden wir in die letzten Kriegstage des 2. Weltkrieges versetzt, als die Gold- und Geldreserven sowie Kunstschätze des Dritten Reiches dort gelagert waren. Die Salzkristallgrotte, die Videodarstellungen der Salzfördertechnik mit den Sprengsimulationen waren für alle beeindruckend. Abschließend wurden uns im unterirdischen Bergbaumuseum die Arbeitsgeräte der Bergleute von früher und heute gezeigt und erklärt.

In der Übertagewelt ging es per Bus vorbei an Bad Salzungen hinauf zum Rennsteig, am „Hulpertstein“ vorbei zum Hotel „Rennsteighof“, wo uns ein gutes Abendessen serviert wurde. Dabei gab es noch einmal die Gelegenheit, mit ehemaligen Kollegen ins Gespräch zu kommen. Dabei mussten wir erfahren, dass Frau Büttner uns das letzte Mal begleitet hat, weil sie ihre langjährige Aufgabe abgeben wird.


Waltraud und Dr. Christian Brödenfeld, Münchenbernsdorf

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