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Zahnmedizinische Behandlung ohne Einschränkung:
Eigenverantwortung und Freiheit des Zahnarztes
zur zahnmedizinischen Behandlung stehen im Vordergrund

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich durch die seit März verhängten staatlichen Maßnahmen deutlich verlangsamt. Die Zahl der Neuinfektionen geht glücklicherweise zurück. Auch Thüringer Zahnarztpraxen haben mit ihrem verantwortungsvollen Handeln einen Anteil an dieser ermutigenden Entwicklung.

Dennoch wird der Coronavirus auch die Zahnmedizin noch über eine längere Zeit begleiten. Zahnarztpraxen müssen deshalb aktuell und langfristig mit dieser herausfordernden Situation umgehen.

Neben dem Gesundheitsschutz aller Praxisbeschäftigten und organisatorischen Maßnahmen der Praxisführung zur Eindämmung der Corona-Pandemie muss ein Hauptaugenmerk nun wieder verstärkt auf der Gesundheit der Patienten liegen. Die unbestritten notwendigen und wichtigen Maßnahmen dürfen nicht zu einer Verschlechterung der Zahn- und Mundgesundheit der Bevölkerung führen.

Deshalb gilt:

  • Notwendige zahnmedizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen und Behandlungen können risikoadaptiv durchgeführt werden. Sie sind nicht beliebig zeitlich verschiebbar.
  • Liegt eine zahnmedizinische Behandlungsbedürftigkeit vor, können unter Einhaltung der üblichen Hygienevorgaben sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Hygieneempfehlungen grundsätzlich alle Diagnosen und Therapien von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen ausgeführt werden. Dies gilt insbesondere für Patienten ohne nachgewiesene Coronavirus-Infektion oder Verdacht darauf.
  • Aufgrund der Einschätzung des Robert-Koch-Institutes zu den Übertragungswegen des Coronavirus sollten jedoch weiterhin aerosolintensive Behandlungstechniken möglichst vermieden und durch andere Verfahren ersetzt werden.
  • Bei Patienten mit Risikofaktoren (hohes Alter, kardiale Vorerkrankungen, pulmonale Vorerkrankungen (z. B. Asthma, chronische Bronchitis), chronischen Lebererkrankungen, Diabetes mellitus sowie onkologische bzw. immunsupprimierte oder immunreduzierte Patienten) sollte eine zahnmedizinische Behandlung weiterhin nur in unaufschiebbaren Fällen erfolgen. Die Behandlungsindikationen bei diesen Patienten sollen vor allem bei elektiven Eingriffen sehr sorgfältig geprüft werden. Davon unbenommen müssen Schmerz- und Notfallbehandlungen unter Berücksichtigung der besonderen Umstände durchgeführt werden.
  • Die Behandlung gesichert corona-diagnostizierter oder unter Quarantäne stehender Patienten sollte in speziell ausgestatteten Schwerpunktpraxen erfolgen. Die Praxen und deren Kontaktdaten sind im geschützten Internetbereich der KZV Thüringen einsehbar.
     


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 23. April 2020


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Die vorstehenden Handlungsempfehlungen geben unverbindliche Vorschläge, Muster, Erläuterungen und Anhaltspunkte zur individuellen Umsetzung in der Zahnarztpraxis. Die benannten Maßnahmen und Arbeitsabläufe müssen deshalb vom Praxisinhaber überprüft und den jeweiligen Praxisverhältnissen vor Ort angepasst werden. Die Landeszahnärztekammer Thüringen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben.

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