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Leitlinie zum Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern

  • Die DGZMK hat eine S1-Leitlinie zum Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern veröffentlicht.
  • Die Leitlinie enthält Erkenntnisse und Empfehlungen zum Schutz von Personal und Patienten vor einer Infektion mit Coronavirus, zur Aerosolbildung in Zahnarztpraxen, zur Schutzwirkung durch Masken und Behandlungskautelen sowie zu zahnärztlichen Notfällen bei corona-infizierten und symptomatischen Patienten.
     


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 30. Dezember 2020


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Die Ausbreitung des Coronavirus stellt Zahnärztinnen, Zahnärzte und zahnmedizinisches Fachpersonal weiterhin vor große Herausforderungen. Federführend hat die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) mit anderen medizinischen Fachgesellschaften sowie zusammen mit der Bundeszahnärztekammer und weiteren zahnärztlichen Organisationen eine Leitlinie „Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern“ veröffentlicht.

Die S1-Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) gibt Zahnärzten und Praxisteams aktuelle Handlungsempfehlungen. Sie zielt darauf ab, mehr Sicherheit im Spannungsfeld zwischen Virusepidemiologie, zahnärztlicher Versorgung sowie Patienten- und Mitarbeiterschutz zu erhalten.

Schwerpunkte der Leitlinie bilden die Patiententriage mit Risikoabschätzung von Verdachtsfällen, organisatorische Schutzempfehlungen sowie Hinweise zu Behandlungskautelen und persönlicher Schutzausrüstung. Insbesondere enthält die Leitlinie zusammengefasste Erkenntnisse und Empfehlungen
- zum Schutz von Personal und Patienten vor einer Infektion mit Coronavirus,
- zur Aerosolbildung in Zahnarztpraxen, sowie Antiseptika mit begrenzt viruzider Wirkung,
- zur Schutzwirkung durch Masken und Behandlungskautelen sowie
- zu zahnärztlichen Notfällen bei corona-infizierten und symptomatischen Patienten.

Gemäß der Leitlinie können bei zahnärztlichen Maßnahmen durch den Rückprall von Spraynebel durch Kühlwasser oder Pulverstrahl belastete Aerosole entstehen. Die bisherige Evidenzlage reicht zwar nicht aus, um eine aerogene Übertragung des Coronavirus bei zahnärztlichen Behandlungen zu bestätigen oder auszuschließen. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes soll dennoch die Entstehung und Verbreitung dentaler Spraynebel reduziert werden. Dies soll vorrangig durch eine effiziente, hochvolumige Absaugung erfolgen.

Da sich eine Emission von Tröpfchen und Aerosolen aus der Mundhöhle eines Patienten jedoch nie vollständig verhindern lässt, sind zusätzliche Maßnahmen zur Minimierung des Übertragungsrisikos unumgänglich. Antiseptische Mundspülungen können dazu beitragen, die Anzahl intraorale Erreger deutlich zu reduzieren. In Abhängigkeit von Art und Umfang der Exposition und des Infektionsrisikos ist zudem die persönliche Schutzausrüstung konsequent und ordnungsgemäß zu tragen. Die zusätzliche Verwendung von Gesichtsvisieren/Schutzschilden bei der zahnärztlichen Behandlung erhöht die Sicherheit.


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Die vorstehenden Handlungsempfehlungen geben unverbindliche Vorschläge, Muster, Erläuterungen und Anhaltspunkte zur individuellen Umsetzung in der Zahnarztpraxis. Die benannten Maßnahmen und Arbeitsabläufe müssen deshalb vom Praxisinhaber überprüft und den jeweiligen Praxisverhältnissen vor Ort angepasst werden. Die Landeszahnärztekammer Thüringen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben.

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