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Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“:
Ausbildungsprämie und Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

  • Zahnarztpraxen, die ihr Angebot an Berufsausbildungsplätzen für ZFA im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2019 nicht verringern, können für jeden neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 2.000 Euro erhalten.
  • Zahnarztpraxen, die ihr Ausbildungsplatzangebot im Vergleich dieser Jahre sogar erhöhen, können für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 3.000 Euro erhalten.
  • Einen Zuschuss von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung können Zahnarztpraxen erhalten, die während einer vorübergehenden Kurzarbeit des Praxispersonals einen Arbeitsausfall bei der Auszubildenden vermeiden und die Ausbildung regulär fortsetzen.
  • Zahnarztpraxen, die eine aus einer insolventen Praxis stammende ZFA-Auszubildende übernehmen, können eine einmalige Übernahmeprämie von 3.000 Euro erhalten.
     

Ausführliche Informationen zu Förderungen, Voraussetzungen und Beantragung ⧉
Bundesagentur für Arbeit / www.arbeitsagentur.de


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 18. September 2020


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Weitere Erläuterungen für Zahnarztpraxen

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt sind bislang nicht absehbar. Auch in Zahnarztpraxen besteht eine gewisse Unsicherheit bei der Planung des Personals und der Bereitstellung eines Ausbildungsplatzes.

Ein umfangreiches Krisenbewältigungspaket der Bundesregierung soll Unternehmen mit unterschiedlichsten Maßnahmen helfen. Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ fördert die zusätzlichen Anstrengungen in berufsausbildenden kleinen und mittleren Betrieben, den Auszubildenden trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten einen erfolgreichen Berufsabschluss zu ermöglichen.

Das Programm soll helfen:

  1. bestehende Ausbildungsplätze zu erhalten (Ausbildungsprämie),
  2. zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen (Ausbildungsprämie plus),
  3. Kurzarbeit für Auszubildende zu vermeiden (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung) sowie
  4. Übernahme bei Unternehmensinsolvenzen zu fördern (Übernahmeprämie).


1.+2. Ausbildungsprämien:
          Ausbildungsplätze erhalten und zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen

Zahnarztpraxen, die ihr Angebot an Berufsausbildungsplätzen für ZFA im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2019 nicht verringern, erhalten für einen neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 2.000 Euro. Die Prämie gilt für jeden zwischen 1. August 2020 und 15. Februar 2021 neu beginnenden Ausbildungsvertrag. Sie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Zahnarztpraxen, die ihr Ausbildungsplatzangebot im Vergleich zu den Jahren 2017 bis 2019 sogar erhöhen, erhalten für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 3.000 Euro. Auch diese Prämie gilt für jeden zwischen 1. August 2020 und 15. Februar 2021 neu beginnenden Ausbildungsvertrag. Sie wird ebenso nach dem Ende der Probezeit gezahlt.

Um die Ausbildungsprämie zu erhalten, muss die beantragende Zahnarztpraxis jedoch erheblich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen sein. Als Kriterien gelten:

a) Die Beschäftigten haben in der ersten Jahreshälfte 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet.
oder
b) Der Umsatz der Praxis ist im April und Mai 2020 im Vergleich zum April und Mai 2019 durchschnittlich um mindestens 60 Prozent zurückgegangen. Wurde die Praxis nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.


3. Zuschuss zur Ausbildungsvergütung:
    Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden

Einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung erhalten Zahnarztpraxen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie zwar vorübergehend Kurzarbeit anzeigen, währenddessen jedoch einen Arbeitsausfall beim Auszubildenden vermeiden und die Ausbildung regulär fortsetzen. Der Zuschuss von 75 Prozent der Vergütung wird für jeden Monat gezahlt, in dem die Praxis für das restliche Praxispersonal eine Kurzarbeit aufgrund eines Arbeitsausfalles von mindestens 50 Prozent angezeigt hat.

Wichtig: Praxen müssen der örtlichen Agentur für Arbeit anzeigen, dass die Ausbildung uneingeschränkt fortgesetzt wird, bevor sie den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen.


4. Übernahmeprämie:
    Auszubildende übernehmen und Ausbildung erfolgreich beenden

Eine Übernahmeprämie von 3.000 Euro erhalten Zahnarztpraxen, die eine aus einer insolventen Praxis stammende ZFA-Auszubildende übernehmen und die restliche Ausbildungsdauer fortsetzen. Die einmalige Prämie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

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Beantragung

Zahnarztpraxen erhalten eine Förderung nur ein Mal pro Ausbildungsvertrag. Sie dürfen die Förderung auch nicht mit Förderungen auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder des Landes kombinieren, die eine gleiche Zielrichtung oder einen gleichen Inhalt haben.

Die Ausbildungsprämie bzw. den Zuschuss erhalten Praxen rückwirkend. Sie können die Förderung erstmals im September 2020 für August 2020 beantragen und letztmals für Dezember 2020.

Zahnarztpraxen müssen die Förderung bei ihrer zuständigen örtlichen Agentur für Arbeit beantragen. Hierfür müssen die vorbereiteten Antragsformulare sowie die dazugehörigen Anlagen verwendet werden.

In den Antragsformularen ist eine Anlage 3 zur Bestätigung des Ausbildungsverhältnisses enthalten. Für Zahnarztpraxen ist die Landeszahnärztekammer Thüringen die zuständige Stelle. Entsprechend können Praxen können das vorausgefüllte Formular als gespeicherte PDF-Datei oder als gescannten Ausdruck per E-Mail an die Kammer senden und erhalten daraufhin die unterzeichnete Bescheinigung per E-Mail zurückgesandt.


Weitere Informationen

Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit unterstützt auch Zahnarztpraxen unter der gebührenfreuen Telefonnummer 0800 4555520 bei Fragen zu den unterschiedlichen Förderungsmöglichkeiten.

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Ansprechpartnerin

Ellen Brocke
Praxispersonal / Berufsausbildung ZFA
Telefon 0361 7432-109
E-Mail


Die vorstehenden Orientierungshilfen geben unverbindliche Vorschläge, Muster, Erläuterungen und Anhaltspunkte zur individuellen Umsetzung in der Zahnarztpraxis. Die benannten Maßnahmen und Arbeitsabläufe müssen deshalb vom Praxisinhaber überprüft und den jeweiligen Praxisverhältnissen vor Ort angepasst werden. Die Landeszahnärztekammer Thüringen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben.

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