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Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“:
Ausbildungsprämien und Vergütungszuschüsse
verlängert und erhöht

  • Zahnarztpraxen, die ihr Angebot an Berufsausbildungsplätzen für ZFA im Vergleich zu den Ausbildungsjahren 2019/20 und 2020/21 nicht verringert haben, können für jeden zwischen 1. Juni und 31. Dezember 2021 neu beginnenden Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 3.000 Euro erhalten.
  • Zahnarztpraxen, die ihr Ausbildungsplatzangebot im Vergleich dieser Jahre sogar erhöhen, können für jeden zwischen 1. Juni und 31. Dezember 2021 neu beginnenden Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 6.000 Euro erhalten.
  • Einen Zuschuss von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung können Zahnarztpraxen erhalten, die bis Ende 2021 während einer vorübergehenden Kurzarbeit des Praxispersonals einen Arbeitsausfall bei Auszubildenden vermeiden und die Ausbildung regulär fortsetzen. Ergänzend können Praxen einen Zuschuss zur Vergütung des Ausbilders in Höhe von 50 Prozent erhalten, wenn Auszubildende und Ausbilder von Kurzarbeit verschont werden.
  • Zahnarztpraxen, die bis Ende 2021 eine aus einer insolventen Praxis stammende ZFA-Auszubildende übernehmen, können eine einmalige Übernahmeprämie von 6.000 Euro erhalten.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12. April 2021


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Weitere Erläuterungen für Zahnarztpraxen

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt sind bislang nicht absehbar. Auch in Thüringer Zahnarztpraxen besteht eine gewisse Unsicherheit bei der Planung des Personals und der Bereitstellung eines Ausbildungsplatzes.

Bereits seit August 2020 fördert das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ kleine und mittlere Unternehmen, die trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten ihren Auszubildenden einen erfolgreichen Berufsabschluss ermöglichen. Dieses Programm wurde im März 2021 verlängert und fortentwickelt.

Das Programm soll helfen:

  1. bestehende Ausbildungsplätze zu erhalten (Ausbildungsprämie),
  2. zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen (Ausbildungsprämie plus),
  3. Kurzarbeit für Auszubildende zu vermeiden (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung) sowie
  4. Übernahme bei Unternehmensinsolvenzen zu fördern (Übernahmeprämie).


1.+2. Ausbildungsprämien:
          Ausbildungsplätze erhalten und zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen

Zahnarztpraxen, die ihr Angebot an Berufsausbildungsplätzen für ZFA im Vergleich zu den Ausbildungsjahren 2019/20 und 2020/21 nicht verringert haben, erhalten
- für jeden zwischen 24. Juni 2020 und 31. Mai 2021 neu beginnenden Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 2.000 Euro
- im Ausbildungsjahr 2021/22 für jeden zwischen 1. Juni und 31. Dezember 2021 neu beginnenden Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 4.000 Euro.
Die Ausbildungsprämie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Zahnarztpraxen, die ihr Ausbildungsplatzangebot im Vergleich zu den Ausbildungsjahren 2019/20 und 2020/21 sogar erhöht haben, erhalten
- für jeden zwischen 24. Juni 2020 und 31. Mai 2021 neu beginnenden Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie von 3.000 Euro
- im Ausbildungsjahr 2021/22 für jeden zwischen 1. Juni und 31. Dezember 2021 neu beginnenden Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie 6.000 Euro.
Auch diese sogenannte „Ausbildungsprämie plus“ wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Um die Ausbildungsprämie zu erhalten, muss die beantragende Zahnarztpraxis jedoch erheblich von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen sein. Als Kriterien gelten:
a) Die Beschäftigten haben im Jahr 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet.
oder
b) Der Umsatz der Praxis ist seit April 2020 entweder in zwei aufeinanderfolgenden Monaten um 50 Prozent oder an fünf zusammenhängenden Kalendermonaten um 30 Prozent zurückgegangen. Wurde die Praxis nach April 2019 gegründet, kann bei beiden Varianten ersatzweise der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums in 2020 mit dem Durchschnitt der Monatsumsätze im November und Dezember 2019 verglichen werden.


3. Zuschuss zur Ausbildungsvergütung:
    Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden

Zahnarztpraxen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie in einem Zeitraum bis Ende 2021 zwar vorübergehend Kurzarbeit anzeigen, währenddessen jedoch einen Arbeitsausfall beim Auszubildenden vermeiden und die Ausbildung regulär fortsetzen, erhalten einen
- Zuschuss von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem die Praxis für das restliche Praxispersonal eine Kurzarbeit aufgrund eines Arbeitsausfalles von mindestens 50 Prozent angezeigt hat, sowie
- ergänzenden Zuschuss zur Vergütung des Ausbilders selbst in Höhe von 50 Prozent, wenn Auszubildende und Ausbilder gleichermaßen von Kurzarbeit verschont werden.

Wichtig: Praxen müssen der örtlichen Agentur für Arbeit anzeigen, dass die Ausbildung uneingeschränkt fortgesetzt wird, bevor sie den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung beantragen.


4. Übernahmeprämie:
    Auszubildende übernehmen und Ausbildung erfolgreich beenden

Eine Übernahmeprämie von 6.000 Euro erhalten Zahnarztpraxen, die bis Ende 2021 eine aus einer insolventen Praxis stammende ZFA-Auszubildende übernehmen und die restliche Ausbildungsdauer fortsetzen. Die einmalige Prämie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

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Beantragung

Zahnarztpraxen erhalten eine Förderung nur ein Mal pro Ausbildungsvertrag. Sie dürfen die Förderung auch nicht mit Förderungen auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder des Landes kombinieren, die eine gleiche Zielrichtung oder einen gleichen Inhalt haben.

Die Ausbildungsprämie bzw. den Zuschuss erhalten Praxen rückwirkend. Sie können die Förderung seit August 2020 bis zum Dezember 2021 beantragen. Praxisinhaber müssen ihren Antrag spätestens drei Monate nach dem erfolgreichen Ende der jeweiligen Ausbildungs-Probezeit stellen.

Ausbildungen werden nicht bezuschusst, wenn die Auszubildenden entweder Ehegatten oder Verwandte ersten Grades des Praxisinhabers sind. Bei der Berechnung der Anzahl von Ausbildungsplätzen werden diese Ausbildungsverhältnisse allerdings berücksichtigt.

Zahnarztpraxen müssen die Förderung bei ihrer zuständigen örtlichen Agentur für Arbeit beantragen. Hierfür müssen die vorbereiteten Antragsformulare sowie die dazugehörigen Anlagen verwendet werden.

In den Antragsformularen ist eine Anlage 3 zur Bestätigung des Ausbildungsverhältnisses enthalten. Für Zahnarztpraxen ist die Landeszahnärztekammer Thüringen die zuständige Stelle. Entsprechend können Praxen können das vorausgefüllte Formular als gespeicherte PDF-Datei oder als gescannten Ausdruck per E-Mail an die Kammer senden und erhalten daraufhin die unterzeichnete Bescheinigung per E-Mail zurückgesandt.

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Weitere Informationen

Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit unterstützt auch Zahnarztpraxen unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 4555520 bei Fragen zu den unterschiedlichen Förderungsmöglichkeiten.

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Die vorstehenden Orientierungshilfen geben unverbindliche Vorschläge, Muster, Erläuterungen und Anhaltspunkte zur individuellen Umsetzung in der Zahnarztpraxis. Die benannten Maßnahmen und Arbeitsabläufe müssen deshalb vom Praxisinhaber überprüft und den jeweiligen Praxisverhältnissen vor Ort angepasst werden. Die Landeszahnärztekammer Thüringen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben.

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