Startseite | Sitemap | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt

 

Praxisführung, Hygiene und zahnärztliche Behandlung


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 30. Dezember 2020


« zurück zur Übersichtsseite


Hygiene- und Schutzmaßnahmen in der Zahnarztpraxis

1. Für den zahnärztlichen Praxisalltag werden weiterhin die üblichen Standard-Hygienemaßnahmen mit Mund-Nase-Schutz, Handschuhen sowie Händehygiene mit korrekter Händedesinfektion unter Beachtung der Einwirkzeit als ausreichend angesehen.

Der Anamnese-Erhebung kommt zur Begrenzung des Infektionsrisikos große Bedeutung zu. Die diesbezüglichen Vorgaben für Zahnarztpraxen sind im Hygieneplan, den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene“ sowie der Technischen Regel für biologische Arbeitsstoffe (TRBA 250) festgehalten.

2. Die Behandlung von Patienten mit Symptomen einer akuten respiratorischen Erkrankung der unteren Atemwege (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit) sollte auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt. Diese Patienten sind zur Sicherung der Diagnose und ggf. Einleitung einer Therapie an den Hausarzt zu verweisen.

3. Für die Behandlung gesichert diagnostizierter oder unter dringendem Corona-Verdacht stehender Patienten in Krankenhäusern sind erweiterte Schutzmaßnahmen (beispielsweise geschlossener Schutzkittel, Kopfhaube und FFP-Schutzmaske) angezeigt. Für unaufschiebbare zahnärztliche Behandlungen gelten die Vorsichtsmaßnahmen gemäß BioStoffV und GefStoffV:

  • räumliche oder organisatorische Trennung der erkrankten Patienten von den Patienten der Normalsprechstunde,
  • persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille mit Seitenschutz; Atemschutzmaske FFP2; unsterile Handschuhe; langärmliger Schutzkittel; Kopfhaube kann Schutz erhöhen; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen),
  • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit einen Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten,
  • Patienten vor Verlassen des Sprechzimmers zum Desinfizieren der Hände anhalten,
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen.

▲Seitenanfang


Praktische Tipps zu erweiterten Hygienemaßnahmen

  • Ein festes Abfrageschema für den Praxisempfang gibt Hilfestellung zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus.
     ⯈ Abfrage- und Entscheidungsdiagramm für den Praxisempfang  (pdf; 369 kB)
  • Kinderspielzeug sollte aus dem Wartezimmer entfernt werden.
  • Die Besetzung des Wartezimmers sollte stark ausgedünnt werden. Längerfristig wartende Patienten (insbesondere Eltern mit Kindern) können die Praxisräume für einen kurzen Spaziergang zwischenzeitlich verlassen.
  • Aus dem Wartezimmer sollten einzelne Stühle entnommen und die verbleibenden Stühle weiter auseinandergestellt werden, um einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen wartenden Patienten sicherzustellen. Ersatzweise können Patienten gebeten werden, nur jeden zweiten oder dritten Stuhl zu besetzen.
  • Der aktualisierte Patientenhinweis kann Patienten bereits am Praxiseingang nach Anhaltspunkten für eine mögliche Coronvirus-Infektion befragen:
     ⯈ Patientenhinweis für den Praxiseingang  (pdf; 45 kB)
     ⯈ Patientenhinweis (englisch) für den Praxiseingang  (pdf; 48 kB)
     ⯈ Poster Hygienehinweise für die Praxis (pdf; 387 kB)
  • Am Praxiseingang sollte eine Station zur Händedesinfektion eingerichtet werden. Falls ein Patient dieser Einladung nicht freiwillig nachkommt, sollte er ausdrücklich zum Händewaschen aufgefordert werden.
  • Auf dem Fußboden können Linien aus farbigem Klebestreifen oder Teppichklebeband den erweiterten Abstand zwischen Personen sichtbar machen. Dies vermeidet beispielsweise einen engen Kontakt zwischen Patient und Praxispersonal bereits am Empfangstresen.
  • Ein Schichtarbeitsplan für Praxisangestellte kann den ständigen Kontakt auch innerhalb des Praxispersonals verringern und zugleich freie Arbeitszeiten wegen Terminabsagen durch Patienten entzerren. Zwischen den einzelnen Schichten ist eine gegenseitige Information und Übergabe des Praxisbetriebes notwendig.


Weitere Informationen und Downloads

▲Seitenanfang


Weiterführende Informationen und Downloads

▲Seitenanfang


« zurück zur Übersichtsseite


Die vorstehenden Handlungsempfehlungen geben unverbindliche Vorschläge, Muster, Erläuterungen und Anhaltspunkte zur individuellen Umsetzung in der Zahnarztpraxis. Die benannten Maßnahmen und Arbeitsabläufe müssen deshalb vom Praxisinhaber überprüft und den jeweiligen Praxisverhältnissen vor Ort angepasst werden. Die Landeszahnärztekammer Thüringen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben.

Seite drucken | Seitenanfang |