Startseite | Sitemap | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt

Hinein in die Glanzzeit des barocken Dresdens

Frühjahrs-Seniorenfahrt nach Elbflorenz trotz Hochwasser-Schäden

Der große Regen war noch wach im Gedächtnis, als wir, die im beruflichen Ruhestand stehenden Kolleginnen und Kollegen, zur diesjährigen Frühjahrsreise starteten – der endlich wieder lachenden Sonne und etlichen durch die Wasserflut zurückgebliebenen Hindernissen entgegen. In guter Stimmung war das erste Ziel bald erreicht: das Dentalhistorische Museum in Zschadraß.

Seit unserem Besuch vor etwa zehn Jahren ist dieses in seiner Art wohl einzige Museum zu einer sehr umfangreichen Sammlung zahnärztlicher und zahntechnischer Geräte, Instrumente, Materialien, Bilder u. a. m. herangewachsen. Man erlebt beim Zuhören und Betrachten die Begeisterung, mit der die Initiatoren all die interessanten Ausstellungsstücke zusammengetragen haben. Sachkundig, liebevoll, auch humorig aufgebaut, füllen sie mehrere große Räume in einem eigenen Gebäude. Absolut wertvoll sind die sehr alten Behandlungseinrichtungen aus der Frühzeit wissenschaftlich orientierter Zahnheilkunde. Mit wachen Erinnerungen schauen wir auf Arbeitsplätze, die vor 50 Jahren unser Stolz waren.
 

Verblüffender Zeitsprung in das 18. Jahrhundert

Mit hoher Anerkennung für die Leistung des „Vereins zur Förderung und Pflege des Dentalhistorischen Museum e. V.“ um dessen enthusiastischen Vorsitzenden Andreas Haesler und dem Wunsch nach steigenden Besucherzahlen setzen wir unsere Fahrt fort, dem Ziel Dresden entgegen. Hier, im Ringhotel „Alt Dresden“, erwartet uns ein freundlich serviertes Mittagessen, und wir beziehen unsere Zimmer.

Bald danach versetzt uns ein verblüffender Zeitsprung in das 18. Jahrhundert, in den Alltag Dresdens um 1695 bis 1760, der Glanzzeit der barocken Residenzstadt. Das riesige Asisi-Panometer schafft in scheinbar dreidimensionaler Perspektive dieses sehr eindrucksvolle Erlebnis.

Das klingt nach, als wir um 18 Uhr in der Frauenkirche eine würdig gestaltete kurze Abendandacht miterleben, die durch den nicht erwarteten, hervorragend feinsinnig artikulierten Gesang des First Community Church Choir (Columbus, USA) einen besonders wertvollen Akzent erhielt.
 

Typisch sächsischer Abendschmaus

Zur gedanklichen Umstellung blieb wenig Zeit, denn nach nur ein paar Schritten tauchten wir ein in eine Welt des Genusses: Die weiträumigen urigen Keller am Pulverturm hielten typisch sächsischen Abendschmaus in großer Fülle für uns und viele andere Gäste bereit. Hier konnte wohl kaum einer hungrig oder durstig wieder hinauskommen! Für den Vormittag des zweiten Tages stand eine Stadtrundfahrt mit anschließender Führung durch die Innenstadt auf dem Programm. Von einer Stadtführerin mit erfrischendem Temperament und Humor, aber auch mit ernsten Worten begleitet, erhielten wir viele Hinweise auf Altes und Neues sowie auf interessante Zusammenhänge.
 

Kostbarkeiten in unglaublicher Kunstfertigkeit

Eine Mittagspause ließ genügend Zeit zum Essen und Bummeln, aber schon um 14 Uhr öffnete sich für den größten Teil der Gäste das Neue Grüne Gewölbe – andere Kolleginnen und Kollegen hatten sich zeitgleich für die Besichtigung der Semperoper entschieden. Die gezeigten, in unglaublicher Kunstfertigkeit erarbeiteten Kostbarkeiten ließen das Staunen kaum enden.

Die begeisterten Erläuterungen eines jungen Kunsthistorikers machten sehr viele Einzelheiten der Exponate erst deutlich erkennbar. Man hätte dieses Kunsterlebnis noch gern um Stunden verlängert, aber wieder – pünktlich – standen die beiden Omnibusse der Firma Gessert aus Friedrichroda bereit, um uns zur gemeinsamen Kaffee-Runde zum – nein, nicht zum Raddampfer nach Pillnitz – sondern nach Moritzburg zu bringen. Das noch deutliche Hochwasser der Elbe nötigte uns leider den Verzicht auf den so schön geplanten Abschluss auf. (Auch das für uns vorgesehene Hotel am Terrassenufer war wegen Überschwemmung der Zufahrt nicht erreichbar.)

In „Adams Gasthof“ wurden wir freundlich empfangen, um dann nach Kuchen und reichlich Kaffee im großen Garten den Sonnenschein, Ruhe und auch den Blick auf Schloss Moritzburg in uns aufzunehmen.
 

Wieder ein frohes Gemeinschaftserlebnis

Unsere Reise war wieder ein frohes Gemeinschaftserlebnis, das sicher lange Zeit in guter Erinnerung bleiben wird.

Manch neu hinzugekommener jüngerer Kollege konnte begrüßt und willkommen geheißen werden.

Leider haben wir aber auch nach einigen vertrauten und seit vielen Jahren gern gesehenen älteren Teilnehmern vergeblich Ausschau gehalten. Trotz kurzfristig nötiger Planungsänderung war der Gesamtverlauf unseres Ausfluges völlig problemlos; allen an der Durchführung Beteiligten gilt großes Lob und viel Dank. Dies zeigte sich in den Worten der Anerkennung und in rundum frohen Gesichtern.


Dr. Dr. Werner Ständer, Saalfeld

Seite drucken | Seitenanfang |