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Verfahren bei Kontakt mit coronavirus-infizierter Person

Die Landeszahnärztekammer Thüringen informiert über mögliche Verfahrensabläufe:

A) Patient meldet im Nachhinein positiven Coronavirus-Test
B) Praxismitarbeiterin meldet positiven Coronavirus-Test
C) Praxismitarbeiterin hatte Kontakt zu positiv auf Coronavirus getesteter Person
D) Praxisinhaber selbst positiv auf Coronavirus getestet

Die nachfolgenden Abläufe geben Empfehlungen, Erläuterungen und Anhaltspunkte zur individuellen Umsetzung in der Zahnarztpraxis. Allein die Anweisungen des zuständigen Gesundheitsamtes sind verbindlich.

Kontaktpersonen müssen sich beim Gesundheitsamt ihres jeweiligen Wohnortes (nicht des Arbeitsortes) melden. Möglicherweise ergeben sich zwischen verschiedenen Städten bzw. Landkreisen unterschiedliche Entscheidungen. Die Landeszahnärztekammer Thüringen kann nicht über Freistellungen, Quarantäne oder notwendige Testungen entscheiden.

Die Kammer wird fortlaufend von betroffenen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Regionen Thüringens darüber informiert, dass einzelne Gesundheitsämter auf eine Qurantänestellung des Behandlers verzichten, wenn dieser eine Behandlung unter FFP2-Atemschutzmaske glaubhaft versichern konnte und im Behandlungsraum keine hohe Konzentration infektiöser Aerosole vorherrschte. Stattdessen können symptomfreie Personen unter ein tägliches Selbstmonitoring ohne Kontakteinschränkung gestellt werden. Die Entscheidung darüber trifft allein das zuständige Gesundheitsamt nach einer Betrachtung des Einzelfalles und der Praxisgegebenheiten.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11. Dezember 2020


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Fall A: Ein behandelter Patient meldet im Nachhinein, dass er positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

  1. Vollziehen Sie alle direkten Kontaktpersonen zum infizierten Patienten in Ihrer Praxis nach. Hinweise zur Kontaktnachverfolgung »
  2. Informieren Sie das Gesundheitsamt Ihres eigenen Wohnsitzes und Ihres Praxisortes.
  3. Das Gesundheitsamt wird Ihnen weitere notwendige Schritte mitteilen.


Fall B: Eine Praxismitarbeiterin meldet, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

  1. Bitten Sie die Mitarbeiterin, Ihre Praxisräume nicht zu betreten.
  2. Vollziehen Sie alle direkten Kontaktpersonen zur infizierten Mitarbeiterin in Ihrer Praxis nach. Hinweise zur Kontaktnachverfolgung »
  3. Informieren Sie das Gesundheitsamt Ihres eigenen Wohnsitzes und Ihres Praxisortes.
  4. Das Gesundheitsamt wird Ihnen weitere notwendige Schritte mitteilen.


Fall C: Eine Praxismitarbeiterin meldet, dass sie Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatte.

  1. Bitten Sie die Mitarbeiterin, Ihre Praxisräume nicht zu betreten.
  2. Vollziehen Sie gemeinsam mit der Mitarbeiterin nach, mit welchen Praxisbeschäftigten und welchen Patienten sie seitdem Kontakt hatte, und welche Art von Kontakt dabei jeweils herrschte. Hinweise zur Kontaktnachverfolgung »
  3. Bitten Sie die Mitarbeiterin, das Gesundheitsamt ihres Wohnortes zu informieren.


Fall D: Sie wurden als Praxisinhaberin oder Praxisinhaber selbst positiv auf das Coronavirus getestet.

  1. Vollziehen Sie alle direkten Kontaktpersonen nach. Hinweise zur Kontaktnachverfolgung »
  2. Informieren Sie das Gesundheitsamt Ihres eigenen Wohnsitzes und Ihres Praxisortes.
  3. Das Gesundheitsamt wird Ihnen weitere notwendige Schritte mitteilen.

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Hinweise zur Kontaktnachverfolgung bei coronavirus-infizierten Personen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) unterscheidet Kontaktpersonen der Kategorie I und der Kategorie II.

Zur Kategorie I gehören direkte Kontaktpersonen, die
- einen Nahfeldkontakt länger als 15 Minuten bei weniger als 1,50 Meter Abstand,
oder
- eine längere Exposition (z.B. 30 Minuten) in einem Raum mit hoher Konzentration infektiöser Aerosole
oder
- direkten Kontakt zu Sekreten hatten.

Entsprechend zählen beispielsweise Zahntechniker in einem räumlich abgetrennten Labor oder feste Behandlungsteams in einem anderen Behandlungsraum ohne direkten Kontakt zum Infizierten nicht zur Kategorie I.

Zur Kategorie II gehören Personen, die
- einen Nahfeldkontakt kürzer als 15 Minuten
und
- keine längere Exposition in einem Raum mit hoher Konzentration infektiöser Aerosole hatten.

Bei Personen der Kategorie II sieht das RKI keine Erforderlichkeit zur Kontaktverringerung über die geltenden Allgemeinverfügungen hinaus. Direkte Kontaktpersonen der Kategorie I vollziehen Gesundheitsämter üblicherweise zwei bis drei Kalendertage rückwirkend ab Datum des Kontaktes nach. Erfahrungsgemäß folgen die Gesundheitsämter nicht in jedem Fall den Quarantäne-Empfehlungen des RKI.

Tipps:

  • Nutzen Sie die Zeiterfassung Ihrer Praxissoftware, um die Anwesenheitsdauer der infizierten Person und weiterer anwesender Personen nachzuvollziehen.
  • Prüfen Sie in größeren Praxen die Bildung mehrerer fester Teams. Damit könnte trotz einer strengen Quarantäne-Anordnung der Praxisbetrieb aufrechterhalten werden.
  • Verringern Sie soweit wie möglich auch den Kontakt der Praxismitarbeiter untereinander. Vermeiden Sie beispielsweise gemeinsame Pausen und längere Aufenthalte in Sozialräumen. Halten Sie dienstliche Besprechungen nur mit Abstand und MNS. Lüften Sie regelmäßig alle Praxisräume.

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Die vorstehenden Handlungsempfehlungen geben unverbindliche Vorschläge, Muster, Erläuterungen und Anhaltspunkte zur individuellen Umsetzung in der Zahnarztpraxis. Die benannten Maßnahmen und Arbeitsabläufe müssen deshalb vom Praxisinhaber überprüft und den jeweiligen Praxisverhältnissen vor Ort angepasst werden. Die Landeszahnärztekammer Thüringen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben.

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