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Aktuelle Informationen zur Zahnärztlichen Praxisführung

Frühere Informationen zur Zahnärztlichen Praxisführung aus dem Jahr 2020


Warnung vor „Brancheneintrag Thüringen“

Die Landeszahnärztekammer Thüringen warnt vor einem sogenannten „Branchendienst Thüringen“.

Derzeit versendet ein Anbieter zur angeblichen Überprüfung von Praxisdaten bereits vorbefüllte Telefax-Formulare, die Zahnärztinnen und Zahnärzte unterschreiben und ausgefüllt zurücksenden sollen. Im Kleingedruckten sind Kosten von jährlich 899 Euro netto mit einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren aufgeführt.

Die Landeszahnärztekammer Thüringen empfiehlt eine sorgfältige Prüfung dieses Angebotes. Niemand ist verpflichtet, dieses Formular auszufüllen und zurückzusenden. Wer das Telefax-Formular bereits unterschrieben und zurückgesandt hat, kann seine Erklärung umgehend schriftlich mit einem brieflichen Einschreiben an die Postadresse des Anbieters widerrufen.


Rückzahlung erhaltener Corona-Soforthilfe vorab möglich

Im Jahr 2020 konnten auch Thüringer Zahnärztinnen und Zahnärzte finanzielle Soforthilfen über die Thüringer Aufbaubank beantragen. Damit sollten Unternehmen vor kurzfristigen Zahlungsschwierigkeiten aufgrund stark sinkender Umsätze durch die wirtschaftlichen Beschränkungen der Coronavirus-Pandemie geschützt werden. In Zahnarztpraxen wurden vorrangig Kontrollbesuche und Prophylaxetermine von Patienten nicht mehr wie gewohnt in Anspruch genommen.

Um Folgen abzufedern, konnten Praxen eine Soforthilfe zwischen 5.000 und 30.000 Euro beantragen. Dazu musste auch eine Versicherung, dass zum Antragszeitpunkt wirtschaftliche Not und Zahlungsschwierigkeiten vorlagen, mit Antragstellung abgegeben werden. Zahnarztpraxen, bei denen die befürchtete wirtschaftliche und finanzielle Notlage nicht wie befürchtet eingetreten ist, können die erhaltenen Zuschüsse nun bereits vorab zurückzahlen. Die Landeszahnärztekammer Thüringen empfiehlt, diese Möglichkeit der freiwilligen Rückzahlung zu nutzen, um drohende Sanktionen der Behörden zu vermeiden.

Spätestens mit der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 müssen auch Thüringer Zahnärztinnen und Zahnärzte ein Formular über möglicherweise erhaltene und eventuell bereits zurückgezahlte Corona-Soforthilfen abgeben. Dabei ist zu erwarten, dass zu Unrecht erhaltene Zahlungen von den Finanzbehörden zeitnah zurückgefordert werden.

Inwieweit auch Ermittlungen wegen Subventionsbetruges erfolgen können, ist derzeit nicht abzuschätzen und wird sich von Fall zu Fall entscheiden. Die Kammer empfiehlt dazu eine abschließende und vor allem individuelle Beratung durch einen Steuerberater.


Faltblatt für Patienten erklärt GOZ-Abrechnung

Die Landeszahnärztekammer Thüringen stellt Zahnarztpraxen ein Faltblatt zur GOZ-Abrechnung an Patienten bereit. Es behandelt die häufigsten Fragen und Missverständnisse von Patienten, die in der GOZ-Beratung der Kammer ihre Zahnarztrechnungen überprüfen lassen.

Da Faltblatt klärt auf und stärkt dadurch das oft langjährig gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen Zahnarzt und Patient. Praxen können den Flyer beispielsweise im Wartezimmer auslegen oder ihren GOZ-Rechnungen beilegen.

Für jede Zahnarztpraxis stellt die Kammer zunächst zehn Probeexemplare kostenfrei bereit. Weitere Exemplare sind bestellbar.


Verlängerte Frist für Masern-Schutzimpfung

Der Bundestag hat die Übergangsfrist zum Nachweis einer Schutzimpfung gegen Masern bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Vorausgegangen war eine Initiative des Bundesrates, der die ursprünglich bis 31. Juli 2021 geltende Frist auf Vorschlag Niedersachsens sogar bis Jahresende 2022 verlängern wollte.

Bis zum 31. Dezember 2021 müssen alle seit einschließlich 1971 geborenen Personen, die in einer Zahnarztpraxis oder anderen zahnmedizinischen Einrichtungen tätig sind, ihren Impfschutz oder ihre Immunität gegen Masern durch Impfnachweis oder ärztliches Attest belegen. Die Impfpflicht schließt auch Praxisinhaber sowie Auszubildende, Praktikanten oder sonstige Tätige mit ein, selbst wenn diese keinen Kontakt zu Patienten haben.

Arbeitgeber müssen Impfsäumige an das Gesundheitsamt melden, welches über das weitere Vorgehen entscheidet. Unabhängig vom Geburtsjahrgang können sich Menschen von der Impfpflicht befreien lassen, die mit ärztlichem Attest eine Kontraindikation aus gesundheitlichen Gründen nachweisen.


Die neue EU-Verordnung über Medizinprodukte
(Medical Device Regulation – MDR)

Die europäische Medizinprodukteverordnung, die ab 26. Mai 2021 in allen EU-Mitgliedsstaaten verbindlich gilt, verschärft die Anforderungen an das Inverkehrbringen von Medizinprodukten und deren anschließende Überwachung.

Vorrangig betroffen sind zwar industrielle Hersteller von Medizinprodukten. Aber auch Dentallabore und Zahnarztpraxen mit Eigenlabor werden als sogenannte Sonderanfertiger künftig zum Hersteller von Medizinprodukten und sind deshalb weitreichenden Neuregelungen unterworfen. Praxen ohne Eigenlabor sind als sogenannte Inverkehrbringer ebenso in vielen Fällen von Reglementierungen betroffen.

Die Landeszahnärztekammer Thüringen informiert über Auswirkungen und Anforderungen der neuen Medizinprodukteverordnung für Zahnarztpraxen.


GOZ-Kommentar aktualisiert

Die Bundeszahnärztekammer hat ihren GOZ-Kommentar erneut überarbeitet. Zusätzlich wurde eine tabellarische Übersicht der vorgenommenen Aktualisierungen erstellt.


Übergangsfrist für Masern-Impfung endet

Am 31. Juli 2021 endet die Übergangsfrist zur verpflichtenden Masern-Schutzimpfung. Bis dahin müssen alle seit einschließlich 1971 geborenen Personen, die in einer Zahnarztpraxis oder anderen zahnmedizinischen Einrichtung tätig sind, ihren Impfschutz oder ihre Immunität gegen Masern durch Impfnachweis oder ärztliches Attest belegen können. Dies schließt auch Praxisinhaber sowie Auszubildende, Praktikanten oder sonstige Tätige mit ein, selbst wenn diese keinen Kontakt zu Patienten haben.

Arbeitgeber müssen Impfsäumige an das Gesundheitsamt melden, welches über das weitere Vorgehen entscheidet. Sollten sich Betroffene trotz wiederholter Aufforderung einer Impfung verweigern, kann das Amt Bußgelder von bis zu 2.500 Euro sowohl gegen den Impfverweigerer als auch gegen den Arbeitgeber verhängen. Unabhängig vom Geburtsjahrgang können sich Menschen von der Impfpflicht befreien lassen, die mit ärztlichem Attest eine persönliche Kontraindikation aus gesundheitlichen Gründen nachweisen.


Verpflichtung zur Durchführung von Radon-222 Messungen

Arbeitgeber und Verantwortliche für Arbeitsplätze, deren Betriebsstätten sich in ausgewiesenen Radonvorsorgegebieten, im Erd- oder Kellergeschoss eines Gebäudes befinden, müssen innerhalb von 18 Monaten – beginnend ab dem 01.01.2021 – eine Messung der Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft, über einen Zeitraum von 12 Monaten vornehmen. Diese Messungen sind im Keller und im Erdgeschoss durchzuführen.

Wie kann man Radon messen (lassen) ?
 
Verantwortliche für Arbeitsplätze müssen innerhalb von 18 Monaten nach Festlegung der Radonvorsorgegebiete für Betriebsstätten innerhalb der Radonvorsorgegebiete an Arbeitsplätzen im Keller und im Erdgeschoss Messungen der Radon-222-Aktivitätskonzentration gemittelt über 12 Monate vornehmen (lassen). Die Messgeräte dürfen hierbei nur von Firmen/Instituten bezogen werden, die beim Bundesamt für Strahlenschutz gelistet sind. ⧉ mehr »

Wie kann man Radon in Gebäuden reduzieren ?

Weitere Informationen erhalten Sie über:

Vollzugsbehörde für Strahlenschutz an Arbeitsplätzen ist:

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