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Aktuelle Informationen zur Zahnärztlichen Praxisführung

Frühere Informationen zur Zahnärztlichen Praxisführung aus dem Jahr 2019


Notwendige Angaben im Impressum jeder Zahnarztpraxis-Homepage

Bei der Erstellung einer Homepage für die Zahnarztpraxis sind zwingend einige Regeln zu beachten. Praxen sollten regelmäßig überprüfen, ob ihr Internet-Auftritt alle notwendigen rechtlichen Standards erfüllt.

Die Verpflichtung zur sogenannten Anbieterkennzeichnung begründet sich in § 5 des Telemediengesetzes und in § 55 des Rundfunkstaatsvertrages. Hierin sind die nachfolgend genannten, absoluten Pflichtangaben aufgeführt.

Dies umfasst Angaben:

  • zum verantwortlichen Seitenbetreiber mit vollständigem Namen und Anschrift, bei juristischen Personen die Rechtsform, die Vertretungsberechtigten, ggf. die Registernummer und das Registergericht, also für Thüringer Zahnarztpraxen üblicherweise
    – Name und Straßenanschrift des niedergelassenen Zahnarztes bzw. der Berufsausübungsgemeinschaft
  • zur schnellen Kontaktaufnahme, also
    – Telefon-Nummer, Telefax-Nummer und E-Mail-Adresse,
  • zu berufsrechtlichen Umständen, also
    – Berufsbezeichnung und das Land, in dem sie verliehen wurde,
    – vollständige Anschriften der zuständigen Approbationsbehörde, Landeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlichen Vereinigung
    – Nennung der berufsrechtlichen Regelungen Zahnheilkundegesetz, Thüringer Heilberufegesetz, Gebührenordnung für Zahnärzte und Berufsordnung für Thüringer Zahnärzte. Hierbei kann auf die Webseite der Kammer mit Links auf die berufsrechtlichen Regelungen verwiesen werden.

Alle vorgenannten Angaben müssen vom Verantwortlichen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar, ständig verfügbar und selbstverständlich immer aktuell gehalten sein.

Für die Gestaltung des Impressums stellt die Kammer ein unverbindliches Muster zur individuellen Anpassung bereit.


DICOM-Pflicht nochmals verschoben

Die Pflicht zur Weitergabe digitaler Röntgenaufnahmen im DICOM-Format ist erneut verschoben worden. Demnach wird das standardisierte Datei-Format nur für Erstinbetriebnahmen neuer digitaler  Röntgeneinrichtungen nach dem 1. Januar 2023 verpflichtend. Bei Bestandsgeräten ist die Weitergabe digitaler Röntgenbilder in bekannten Bilddateien noch bis zum Ende einer wahrscheinlichen Übergangsfrist im Jahr 2023 möglich.

Zunächst war die DICOM-Pflicht für die Zahnmedizin bereits zum Jahresbeginn 2020 vorgeschrieben, dann aber kurzfristig auf April 2020 verschoben worden. Am 28. Februar hat das Bundesumweltministerium auch diese Forderung zurückgezogen.

Hintergrund ist unter anderem, dass sich ältere Röntgengeräte nicht oder nur mit unvertretbarem Aufwand auf den DICOM-Standard umrüsten lassen. Bei neueren OPG-, FRS- und DVT-Geräten ist jedoch bereits jetzt die Weitergabe als DICOM-Datei zu bevorzugen, da diese eine eindeutige Zuordnung der Aufnahmen zur Praxis, zum Patienten und zum  Aufnahmedatum ermöglicht.


Neue Rahmenverträge zur mikrobiologischen Wasseruntersuchung

Zahnarztpraxen sind zur jährlichen Bestimmung der Keimzahl in verschiedenen Irrigationswassern ihrer Behandlungseinheiten verpflichtet. Um die Thüringer Praxen bei einer unbürokratischen Erledigung dieser mikrobiologischen Wasseruntersuchung zu unterstützen, hat die Landeszahnärztekammer Thüringen neue Rahmenverträge mit Prüflaboren abgeschlossen.

Diese gewährleisten vor allem, dass sich der Untersuchungsumfang genau nach den Anforderungen von Zahnarztpraxen richtet, die in der RKI-Empfehlung „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde“ festgelegt sind. Rahmenverträge bestehen fortan mit dem Institut für Umweltmedizin in Erfurt und der KOWUG Kommunale Wasser- und Umweltanalytik in Bad Blankenburg und Gera. Es steht jeder Zahnarztpraxis frei, die entsprechenden Leistungen bei einem dieser Vertragspartner oder anderen Anbietern zu beauftragen.


Abschlussprüfungen 2020 der ZFA-Berufsausbildung verlegt

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschiebt die Landeszahnärztekammer Thüringen alle Abschlussprüfungen der Berufsausbildungen zur Zahnmedizinischen Fachangestellten um vier Wochen. Der Kammervorstand reagiert damit auf die Schließzeit der Thüringer Berufsschulen vom 17. März bis 4. Mai 2020.

Neue Termine:

  • Mittwoch, 10. Juni 2020: Abrechnung und Praxisorganisation
  • Montag, 15. Juni 2020: Behandlungsassistenz, Röntgen, Wirtschafts- und Sozialkunde
  • 20.–30. Juni 2020: Mündlich-praktische Prüfung

EU verschiebt neue Medizinprodukte-Verordnung um ein Jahr

Die Europäische Kommission hat das Inkrafttreten der neuen Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation, MDR) um ein Jahr auf den 26. Mai 2021 verschoben.

Die neue EU-Verordnung über Medizinprodukte (MDR) wurde nach fünf Jahren langwieriger und komplizierter Verhandlungen vom europäischen Gesetzgeber im Mai 2017 verabschiedet. Die Verordnung soll die geltende europäische Medizinprodukterichtlinie ersetzen. Diese war infolge mehrerer Skandale (zum Beispiel um minderwertige Brust- oder Hüftimplantate) massiv in die Kritik geraten. Ursprünglich sollte die neue MDR ab dem 26. Mai 2020 in der gesamten Europäischen Union gelten.

Im Interesse der Patientensicherheit enthält die neue Verordnung strengere Vorgaben für das Inverkehrbringen von Medizinprodukten, eine umfangreichere Marktüberwachung nach Einführung der Produkte sowie deren Rückverfolgbarkeit. Auch fortan bleibt es bei dem bekannten Konformitätsverfahren, bei dem sogenannte „Benannte Stellen“ Medizinprodukte prüfen und mit der CE-Kennzeichnung versehen. Zudem müssen die Hersteller von Medizinprodukten eigene Vorkehrungen treffen, um eine ausreichende finanzielle Deckung ihrer Haftung im Schadensfall zu garantieren.

Medizinprodukte-Hersteller warnen daher vor einer ausufernden Bürokratie und langen Wartezeiten. Beides könnte zu einer Innovationsbreme führen, nachdem sich die Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten nicht mehr lohnen wird. Insbesondere kleine und mittelständische Hersteller von Medizinprodukten könnten an den neuen regulatorischen Hürden scheitern, weil der Zertifizierungsprozess neuer Produkte kostenintensiver und komplizierter wird.

Die Zahnärzteschaft hat das Gesetzgebungsverfahren mehrere Jahre lang intensiv begleitet. Über den europäischen Dachverband der Zahnärzteschaft, den Council of European Dentists (CED), hat die Bundeszahnärztekammer mehrere Stellungnahmen verfasst. Das wichtigste Anliegen der Zahnärzteschaft war es, ohne Einschnitte zu Lasten der Patientensicherheit bewährte Dentalprodukte zu erhalten und die Entwicklung neuer Medizinprodukte nicht durch zu strenge Vorgaben zu verhindern. Diese Maßgaben sind in die Verordnung eingeflossen.

Die Landeszahnärztekammer Thüringen wird die Inkraftsetzung der MDR weiterhin kritisch begleiten und fortlaufend über mögliche Auswirkungen für Zahnarztpraxen informieren.


Pflicht zur Masern-Schutzimpfung für alle in Zahnarztpraxen tätigen Personen

Ab 1. März 2020 müssen alle Personen, die nach 1970 geboren und in einer Zahnarztpraxis oder anderen zahnmedizinischen Einrichtung tätig sind, eine Schutzimpfung gegen Masern nachweisen. Dies schließt auch Praxisinhaber sowie Auszubildende, Praktikanten oder sonstige Tätige mit ein, selbst wenn diese keinen direkten Kontakt zu Patienten haben.

Praxispersonal, das ab dem 1. März neu eingestellt wird, muss durch Impfnachweis oder ärztliches Attest den Impfschutz oder die Immunität gegen Masern belegen. Bereits eingestellte Praxismitarbeiter müssen gegenüber dem Praxisinhaber/Arbeitgeber ihren Impfstatus nachweisen. Hierfür gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Juli 2021. mehr »


Neuartiger Coronavirus (SARS-CoV-2):
Verdachtsabklärung und Maßnahmen in der Zahnarztpraxis

Für die zahnärztliche Praxis werden die üblichen Standard-Hygienemaßnahmen mit Mund-Nase-Schutz, Handschuhen sowie Händehygiene mit korrekter Händedesinfektion unter Beachtung der Einwirkzeit als ausreichend angesehen.

Allte Informationen zum Coronavirus »

 


Warnung vor betrügerischen E-Mails der „Organisation Transparenzregister e.V.“

Derzeit erhalten auch Thüringer Zahnärzte betrügerische E-Mails der „Organisation Transparenzregister e.V.“, in denen auf eine Mitteilungspflicht an das Transparenzregister und mögliche Bußgelder bei unterbleibender Registrierung hingewiesen wird. Zudem wird der – falsche – Eindruck erweckt, jeder Zahnarzt müsse sich kostenpflichtig auf der Internetseite www.transparenzregisterdeutschland.de registrieren. Die Landeszahnärztekammer Thüringen warnt ausdrücklich davor, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren, sich auf der oben genannten Internetseite zu registrieren oder gar Zahlungen zu leisten.

Eine Eintragung im tatsächlich existierenden Transparenzregister mit der offiziellen Internetseite www.transparenzregister.de ist kostenlos. Im zahnärztlichen Bereich besteht lediglich für Partnerschaftsgesellschaften und (MVZ-) GmbH eine Meldepflicht, nicht jedoch für Einzel- oder Gemeinschaftspraxen. Aus diesem Grund empfehlt die Kammer eine rechtliche Prüfung, inwieweit eine Meldepflicht an das Transparenzregister zutrifft.

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