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Curriculum „Endodontologie“


Kurstermine

Basiskurse

  • Basiskurs 1:
    Präendodontie – Pathologie und Diagnostik
    Freitag, 8. Dezember 2017, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 9. Dezember 2017, 9:00–16:00 Uhr
  • Basiskurs 2:
    Endodontie I – Chemo-mechanische Aufbereitung
    Freitag, 26. Januar 2018, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 27. Januar 2018, 9:00–16:00 Uhr
  • Basiskurs 3:
    Endodontie II – Desinfektion und Obturation von Wurzelkanalsystemen
    Freitag, 20. April 2018, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 21. April 2018, 9:00–16:00 Uhr
  • Basiskurs 4:
    Postendodontische Versorgung
    Freitag, 14. September 2018, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 15. September 2018, 9:00–16:00 Uhr

Die vier Basiskurse sind nur im Paket zum Kurs-Einzelpreis von 4 x 460,00 Euro buchbar.


Aufbaukurse

  • Aufbaukurs 5:
    Praxisorganisation (Kurs mit ZFA)
    Freitag, 16. November 2018, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 17. November 2018, 9:00–16:00 Uhr
      - ZA Oscar von Stetten (Stuttgart)
      - ZMV Irmgard Marischler (Bogen)
  • Aufbaukurs 6:
    Revision
    Freitag, 18. Januar 2019, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag 19. Januar 2019, 9:00–16:00 Uhr
      - ZA Dr. med. dent. Sebastian Riedel (Berlin)
  • Aufbaukurs 7:
    Milchzahnendodontie, Endodontie beim nicht abgeschlossenen Wurzelwachstum, Revitalisierungstherapie / Trauma und Zahnerhaltung
    Freitag, 8. März 2019, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 9. März 2019, 9:00–16:00 Uhr
      - ZÄ Prof. Dr. med. Roswitha Heinrich-Weltzien (Jena)
      - ZÄ Dr. med. dent. Steffi Baxter (Göttingen)
  • Aufbaukurs 8: WSR minimalinvasiv – mikrochirurgische Techniken / Dialog Endodontie versus Implantologie
    Termin noch nicht bekannt
      - ZA Dr. med. Joachim Hoffmann (Jena)
      - ZÄ Dr. med. dent. Stefanie Prinz (Jena)
      - ZA Dr. med. Hansgeorg Siebert (Jena)

Die vier Aufbaukurse sind einzeln buchbar.


Voranmeldung

Interessenten können sich für das nächste vollständige Curriculum „Endodontologie“ voranmelden »


Teilnahmegebühr

460,00 Euro je Basiskurs (4 x 460,00 Euro im Gesamtpaket)


Referenten

  • ZA Dr. med. dent. Henning Bahnemann M.Sc. (Wiesbaden)
  • ZÄ Dr. med. dent. Steffi Baxter (Göttingen)
  • ZA Prof. med. dent. Dr. Klaus Böning (Dresden)
  • ZA Prof. Dr. med. dent. Christian Gernhardt (Halle (Saale))
  • ZÄ Prof. Dr. med. Roswitha Heinrich-Weltzien (Jena)
  • ZA Dr. med. Joachim Hoffmann (Jena)
  • ZMV Irmgard Marischler (Bogen)
  • ZA Dr. med. dent. Sebastian Riedel (Berlin)
  • ZA Dr. med. Hansgeorg Siebert (Jena)
  • ZÄ Dr. med. dent. Stefanie Prinz (Jena)
  • ZA Oscar Freiherr von Stetten (Stuttgart)

Curriculum

Das Curriculum „Endodontologie“ stellt eine in sich abgeschlossene Folge von Fortbildungskursen dar, um Zahnärzten eine Aktualisierung und Vertiefung von Kenntnissen auf diesem Fachgebiet zu ermöglichen.

Das Curriculum basiert auf der Zielstellung der oralen Rehabilitation des Patienten. Es schließt folglich die komplexe Therapieplanung sowie Verbindungen zu präventiven und therapeutischen Maßnahmen der Zahnerhaltung, Parodontologie, Prothetik sowie zur zahnärztlichen Chirurgie und weiteren relevanten medizinischen Fachgebieten mit ein.

Der Schwerpunkt des Curriculums besteht neben der Vermittlung theoretischen Wissens aus praktischen Übungen. Im kollegialen Gespräch können anhand eigener geplanter und versorgter Patienten endodontologische Therapiemaßnahmen vorgestellt und diskutiert werden.

Das gesamte Curriculum besteht aus acht Wochenendkursen mit insgesamt etwa 104 Stunden. Die Basiskurse 1–4 sind nur im Block buchbar, die darauf folgenden Aufbaukurse 5–8 sind auch einzeln buchbar.

Den Teilnehmern wird freigestellt, die Hospitation und Supervision sowie das Abschlussgespräch zu absolvieren und das Curriculum mit dem Fortbildungszertifikat „Endodontologie“ abzuschließen.

Alle Teilnehmer erhalten Teilnahmebestätigungen für die Absolvierung der einzelnen Wochenendkurse und des gesamten Curriculums.

Das Curriculum ermöglicht den Teilnehmern den Erwerb der besonderen theoretischen Kenntnisse, die gemäß der Richtlinie und § 17 der Berufsordnung der Thüringer Zahnärzte zum Ausweisen des Tätigkeitsschwerpunktes „Endodontologie“ berechtigen.


Fortbildungszertifikat

Das Fortbildungszertifikat „Endodontologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen wird Zahnärztinnen und Zahnärzten zuerkannt, die nachfolgende Voraussetzungen erfüllt haben:

  1. Curriculum „Endodontologie“
  2. Erwerb und Nachweis praktischer Fähigkeiten
    - Hospitation und Supervision nach Vorgabeprotokoll: 1 Tag Hospitation, mindestens die Behandlung eines Wurzelkanals einschließlich der Wurzelfüllung als Supervision (möglichst in der Praxis des Teilnehmers)
    - Dokumentation von 45 selbstversorgten endodontologischen Behandlungsfällen gemäß Anforderungskatalog
  3. Abschlussgespräch

Eine Hospitation beinhaltet die Begleitung endodontischer Behandlungen in einer Praxis oder Klinik, soweit diese die hierfür geltenden Anforderungen nach Maßgabe der Arbeitsgruppe „Endodontologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen erfüllen.

Für die Supervision therapiert jeder Teilnehmer mindestens zwei Behandlungsfälle. Die Supervision kann unter Aufsicht in einer Praxis oder Klinik erfolgen, soweit diese die hierfür geltenden Anforderungen nach Maßgabe der Arbeitsgruppe „Endodontologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen erfüllt.

Hospitation und Supervision sind nach Vorgabeprotokoll zu bestätigen.

Die Vorbereitung, Planung und rechtlichen Beziehungen liegen in der Verantwortung und der Hand des Kursteilnehmers.

Zum kollegialen Abschlussgespräch kann sich anmelden, wer das Curriculum „Endodontologie“ absolviert hat und innerhalb von zwei Jahren nach dessen Abschluss die geforderten Nachweise erbringt.

Das Abschlussgespräch wird von einer von der Landeszahnärztekammer Thüringen beauftragten Kommission geleitet und findet in der Landeszahnärztekammer statt.

Das Abschlussgespräch dauert ca. 30 Minuten. Die Teilnehmer bringen die gesamte Dokumentation der 45 selbstversorgten Fälle mit. Drei dieser Fälle sollen im Abschlussgespräch diskutiert werden. Das Ergebnis des Abschlussgespräches ist zu dokumentieren und zu bewerten.

Das Abschlussgespräch ist gebührenpflichtig.

Alle Verbrauchsmaterialien werden gestellt, eine Instrumentenliste wird rechtzeitig vor Kursbeginn zugesandt, mitzubringen sind mindestens 8 extrahierte und trepanierte, feucht gelagerte Zähne.


Kursinhalte

Basiskurse

Kurs 1: Präendodontie – Pathologie und Diagnostik

  • Pathologie von Pulpa und periapikalem Gewebe
  • Diagnostik und Differentialdiagnostik endodontisch bedingter Schmerzen
  • Abgrenzung zu projizierten Beschwerden
  • Bildgebende Verfahren (konventionell, digital, DVT etc.), Radiologische Diagnostik
  • Indikation und Kontraindikation endodontischer Therapie/Selektion der Behandlungsfälle
  • Aseptik: Kofferdam, Techniken, Hilfsmittel
  • Präendodontischer Aufbau
  • Endodontische Roadmap (Entstehung in der Zahnentwicklung, „Auslesen“)
  • Notfallendodontie
  • Vitalerhaltende Maßnahmen


Kurs 2: Endodontie I – Chemo-mechanische Aufbereitung

  • Kurs mit Arbeitsplatzmikroskopen
  • Anatomie des Wurzelkanalsystems
  • Intrakoronale Diagnostik mit Lupe oder OPMi
  • Planung des endodontischen Vorgehens anhand der diagnostischen Unterlagen
  • Präparation von Zugangskavität (Ausdehnung, geradliniger Zugang, spezielle rotierende Instrumente, Ultraschallinstrumente)
  • Gleitpfad (Bedeutung, Techniken der Erschließung)
  • Bestimmung der Arbeitslänge
  • Röntgenaufnahmen im Behandlungsverlauf
  • Grundlegende manuelle Aufbereitungstechniken
  • WKA – Rotierende Systeme und Aufbereitungstechniken
  • Fehler bei der Aufbereitung und deren Vermeidung, Management
  • Praktische Übungen an extrahierten Zähnen und Fallbesprechung


Kurs 3: Endodontie II – Desinfektion und Obturation von Wurzelkanalsystemen

  • Mikrobiologie in der Endodontologie
  • Irrigation, Spülprotokoll, zu beachtende Wechselwirkungen
  • Aktivierung von Spüllösungen
  • Desinfektion mit physikalischen Methoden
  • Medikamentöse Einlagen: Wann, Welche, Wie lange?
  • Temporärer Verschluss
  • Ziele der Wurzelkanalfüllung
  • Vorraussetzungen zur Wurzelkanalfüllung
  • Materialien (Guttapercha, Sealer: Bedeutung der phys. Eigenschaften)
  • Verschiedene Fülltechniken und deren Indikation und Wertung (Einstift, lat. Kondensation, Carrier, vert. Kondensation) (2 Methoden vertieft)
  • Praktische Übung an extrahierten Zähnen und Fallbesprechung


Kurs 4: Postendodontische Versorgung

  • Bedeutung der koronalen Restauration für den langfristigen Erfolg
  • Zeitpunkt der defi nitiven koronalen Restauration
  • Restauration in Abhängigkeit vom Grad des koronalen Substanzverlustes
  • Restaurationsmöglichkeiten bei großem Zerstörungsgrad der klinischen Krone (Adhäsive Techniken)
  • Stiftsysteme und deren Indikation
  • Gesamtkonzepte prothetischer Rehabilitation mit endodontisch behandelten Zähnen (Pfeilerwertigkeit, Einbeziehung etc.)
  • Bleaching
  • Recall, Erfolgskontrolle und -bewertung
  • Gestaltung von Fallpräsentationen, Literaturrecherche


Fortgeschrittenenkurse

Kurs 5: Praxisorganisation

  • „Die Endo zur Unzeit“ – Notfall- und Terminmanagement
  • Der endodontische Arbeitsplatz
  • Ergonomie, die ergonomische Assistenz
  • Patienten und Behandlerpositionierung
  • Dokumentation von Befund bis Recall
  • „Back office“, Wirtschaftlichkeit und Abrechnung
  • Kurs mit ZFA


Kurs 6: Revision

  • Kurs mit Arbeitsplatzmikroskopen
  • Entscheidungsfi ndung aus endodontologischer Sicht: Erhalt oder Entfernung, Revision oder Resektion
  • Fehleranalyse und Behandlungsplanung
  • Möglichkeiten und Grenzen
  • Entfernung von WF-Materialien
  • Stift- und Fragmententfernung
  • Erneute Präparation, Desinfektion und Obturation
  • Praktische Übungen an extrahierten Zähnen und Fallbesprechung


Kurs 7.1: Milchzahnendodontie, Endodontie am Zahn mit nicht abgeschlossenen Wurzelwachstum, Revitalisierungstherapie

  • Aktuelle Konzepte der Kariesentfernung
  • Vitalerhaltende Massnahmen: Überkappungen, Pulpotomien
  • Endodontische Behandlung von Milchzähnen: Möglichkeiten und Grenzen (Vitalerhaltende Massnahmen, Pulpotomie, Wurzelkanalbehandlung)
  • Endodontische Behandlung von Zähnen der bleibenden Dentition mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum
  • Revascularisierungs-/Revitalisierungstherapien
  • Biokeramische Materialien


Kurs 7.2: Trauma und Zahnerhaltung

  • Akutbehandlung von Traumata
  • Kronenfraktur/Kronen-Wurzelfraktur mit/ohne Pulpaeröffnung
  • Dislokationsverletzungen
  • Recallbetreuung bei Traumata
  • Therapie von Spätfolgen (Resorptionen, Obliteration etc.)
  • „Apical plug“-Verschluss des weit offenen Kanals unterschiedlicher Genese
  • Behandlung von Resorptionen, Perforationen
  • Fallbesprechungen


Kurs 8.1: WSR minimalinvasiv – mikrochirurgische Techniken

  • Entscheidungsfindung aus chirurgischer Sicht
  • Orthograd oder retrograd, Erhalt oder Ersatz
  • Techniken der Endochirurgie
  • Intentionelle Replantation
  • Wurzelamputation/Paro-Endo-defekte
  • Praktische Übungen an extrahierten Zähnen und Fallbesprechung


Kurs 8.2: Dialog Endodontie versus Implantologie

  • Chirurgische Traumabehandlung
  • Transplantation unreifer Zähne als Option beim jugendlichen Patienten
  • Lokalanästhesie: Management des „Anästhesieversagens“
  • Endodontie und Allgemeinerkrankungen, Wechselwirkungen und ihr Einfluss auf die Therapieplanung, Fokaltheorie
  • Endodontie und der multimorbide Patient (Antikoagulantien-, Chemo-, Bisphosphonattherapie, Radiatio, Diabetes mellitus etc.)
  • Endodontie und Schwangerschaft
  • Fallbesprechungen


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