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Curriculum „Prothetik“


(Foto: proDente)

Die Landeszahnärztekammer Thüringen bietet ab Dezember 2019 erstmals eine strukturierte Fortbildung „Prothetik“ an. Das Curriculum besteht aus sieben Wochenenden mit insgesamt 84 Stunden. Für die Teilnehmer besteht Präsenzpflicht.

Das Curriculum „Prothetik“ stellt eine in sich abgeschlossene und aufeinander aufbauende Folge von Fortbildungsveranstaltungen dar. Hierbei sollen neben der Auffrischung von Grundwissen und bewährten Methoden auch Einblicke in aktuelle Herstellungsverfahren gegeben werden. Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen werden auch praktische Kurse angeboten.

Im kollegialen Austausch können anhand mitgebrachter Patientenfälle diese geplant und parallel zum Curriculum versorgt werden. Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapieoptionen können im Kollegenkreis vorgestellt und diskutiert werden.



Kurstermine

Klasse 1

  • Kurs 1:
    Behandlungskonzepte und Vorbehandlung
    Freitag, 13. Dezember 2019, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 14. Dezember 2019, 9:00–16:00 Uhr
  • Kurs 2:
    Funktionsdiagnostik / funktionelle Vorbehandlung
    Freitag, 20. März 2020, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 21. März 2020, 9:00–16:00 Uhr
  • Kurs 3:
    Festsitzender Zahnersatz
    Freitag, 15. Mai 2020, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 16. Mai 2020, 9:00–16:00 Uhr
  • Kurs 4: noch nicht bekannt
  • Kurs 5: noch nicht bekannt
  • Kurs 6: noch nicht bekannt
  • Kurs 7: noch nicht bekannt

Nur im Paket zu buchen!


Voranmeldung

Interessenten können sich für die nächste Klasse des Curriculum „Prothetik“ voranmelden »


Teilnahmegebühr

445,00 Euro je Kurs


Referenten

  • Zahnarzt Tom Friedrichs, Dresden
  • Dr. Roland Göbel, Jena
  • Prof. Dr. Sebastian Hahnel, Leipzig
  • Dr. Eberhard Hofmeister, Jena
  • Dr. Stephan T. Jacoby, Coswig
  • Dr. Steffen Klockmann, Erfurt
  • Prof. Dr. Ingrid Peroz, Berlin
  • Dr. Angelika Rauch, Leipzig
  • Dr. Uwe Tesch, Erfurt
  • Prof. Dr. Karl-Heinz Utz, Bonn
  • Dr. med. dent. Torsten Wassmann, Göttingen
  • Thomas Zelmer, Sondershausen

Curriculum

Die Landeszahnärztekammer Thüringen führt eine strukturierte Fortbildung „Prothetik“ durch.

Das Curriculum besteht aus 7 Wochenenden mit insgesamt 84 Fortbildungsstunden. Für die Teilnahme besteht Präsenzpflicht.

Das Curriculum „Prothetik“ stellt eine in sich abgeschlossene und aufeinander aufbauende Folge von Fortbildungsveranstaltungen dar. Hierbei sollen neben der Auffrischung von Grundwissen und bewährten Methoden auch Einblicke in aktuelle Herstellungsverfahren gegeben werden.

Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen werden auch praktische Kurse angeboten. Im kollegialen Austausch können anhand mitgebrachter Patientenfälle diese geplant und parallel zum Curriculum versorgt werden. Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapieoptionen können im Kollegenkreis vorgestellt und diskutiert werden.

Den Teilnehmern wird freigestellt, die Hospitation und Supervision sowie das Abschlussgesprächzu absolvieren und das Curriculum mit dem Fortbildungszertifikat „Endodontologie“
abzuschließen.

Die Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen erhalten Teilnahmebestätigungen für die Absolvierung der einzelnen Wochenendkurse des gesamten Curriculum.


Fortbildungszertifikat

Das Fortbildungszertifikat „Prothetik“ der Landeszahnärztekammer Thüringen wird Zahnärztinnen und Zahnärzten zuerkannt, die nachfolgende Voraussetzungen erfüllt haben:

  1. Curriculum „Prothetik“
  2. Erwerb und Nachweis praktischer Fähigkeiten
    - Anfertigung eigener CAD/CAM-Versorgungen im Rahmen der Fortbildungsreihe
    - Dokumentation von 4 selbstversorgten, ggf. interdisziplinär vorbehandelten Komplexfällen (incl. Vorbehandlungen über die Reevaluation bis hin zur definitiven Versorgung)
    - Einer dieser Fälle sollte im Rahmen des Curriculum den Teilnehmern vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.
  3. Abschlussgespräch

Für die Supervision stellt jeder Teilnehmer seinen umfassendsten Behandlungsfall vor. Die Auswahl, Vorbehandlungen, Reevaluation sowie definitive Therapie der Komplexversorgungen liegen in der Hand der Kursteilnehmer. Ebenfalls obliegt die zeitliche Organisation der einzelnen (Vor-)  Behandlungsschritte sowie Kalkulation der Wartezeiten für Umbauvorgänge oder Regenerationsphasen den Kursteilnehmern. Die Voraussetzungen für das kollegiale Abschlussgespräch sind erfüllt, wenn die einzelnen Kursteilnehmer:

- das Curriculum Prothetik absolviert haben
- die Nachweise über die geforderten Versorgungen vorliegen
- ein Patientenfall für die Supervision vorbereitet ist

Das Abschlussgespräch wird von einer von der Landeszahnärztekammer Thüringen beauftragten Kommission geleitet und findet in der Landeszahnärztekammer statt.

Das Abschlussgespräch dauert ca. 30 Minuten. Die Teilnehmer bringen die gesamte Dokumentation der vier Komplexfälle mit. Ein Fall wird im Abschlussgespräch ausführlich diskutiert. Das Ergebnis des Abschlussgespräches ist zu dokumentieren und zu bewerten.

Das Abschlussgespräch ist gebührenpflichtig.

Die Verbrauchsmaterialien und Geräte für die praktischen Kurse werden gestellt. Das gewohnte, eigene Instrumentarium sowie rotierende Instrumente müssen von den Teilnehmern mitgebracht werden. Entsprechende Instrumentenlisten werden den Teilnehmern rechtzeitig vor Kursbeginn zugesandt.


Kursinhalte

Kurs 1: Synoptische Behandlungskonzepte/Vorbehandlung

  • Anamnese
  • Befund
  • Diagnose
  • Risiken
  • Fallvorstellungen mit TED Umfrage
  • Vorbehandlungen KONS, PARO, KFO, MKG
  • Prognose
  • Langzeiterfahrung verschiedener Therapiemittel
  • Prakt. Übung: mitgebrachte Fälle aus eigener Praxis


Kurs 2: Nichtchirurgische und chirurgische Parodontitistherapie

  • Ätiopathogenese und Epidemiologie craniomandibulärer Funktionsstörungen
  • Klinische und instrumentielle Funktionsanalyse
  • Elektrische Registrierverfahren
  • Schienentherapie/medikamentöse Therapie/Physiotherapie
  • Prothetische Rehabilitation bei Funktionsstörungen
  • Fallpräsentation
  • Praktischer Teil: Erhebung des klinischen Funktionsbefundes
    - Instrumentelle Funktionsanalyse
    - Anlegen Gesichtsbogen/Protrusionsregistrat/Stützstiftregistratur
    - Einartikulieren der eigenen Modelle und Okklusionsanalyse


Kurs 3: Festsitzender Zahnersatz

  • Materialkunde
  • Kronen
  • Brücken
  • Adhäsivversorgungen
  • Implantatplanung und –versorgungen
  • Verbindungen Zahn-Implantat
  • Ästhetik
  • derzeit etablierte Versorgungsmöglichkeiten durch CAD/CAM
  • Praktische Übungen:
    - Präparationen am Modell/Präparationsrichtlinien
    - Abformungen/Befestigungsverfahren


Kurs 4: Implantatprothetische Konzepte festsitzend/abnehmbar

  • Indikationen
  • Interimsversorgungen
  • Klassischer Modellguss
  • Kombiprothetik: Teleskope/Geschiebe etc.
  • Hybridprothetik: Pfeilervermehrung/strategisch wichtige Implantate


Kurs 5: Praxiskurs CAD/CAM CEREC

  • CAD/CAM „gestern und heute“
  • abdruckfreie Praxis
  • digitaler Patient – sinnvoller Einsatz digitaler Technologien
  • Grundlagen von CEREC in der aktuellen Software
  • Update Vorbehandlung und Eingliederung von Vollkeramik
  • Praktische Übungen:
    - keramikgerechte Präparation am Phantom
    - selbstständige Herstellung von vollanatomischen, metallfreien Versorgungen unter Anleitung geschulter Instruktoren


Kurs 6: Totalprothetik

  • Update der anatomischen Grundlagen
  • Klassische Herstellung der Totalen Prothese – Variationen in Anlehnung an Gysi
  • Verbesserung von Funktion und Ästhetik durch umfangreichere Herstellungsmethoden (Gutowski)
  • Okklusionskonzepte
  • Digitale Fertigung
  • Verbesserung der Funktion mit Implantaten: 1/2/4 pro Kiefer?
  • Miniimplantate
  • Geroprothetik: Besonderheiten in der Alterszahnheilkunde
  • Defektprothetik


Kurs 7: Materialkunde, Materialunverträglichkeit, Psychosomatik
Prothetischer Misserfolg, Richtlinien vertragszahnärztlicher Tätigkeit und Begutachtung

  • Materialunverträglichkeit, Toxizität, Alternativen bei Unverträglichkeit
  • Psychosomatik: Problempatienten mit psychogener Prothesenintoleranz, psychogener Materialunverträglichkeit
  • Kassenrichtlinien in der GKV
  • Prothetischer Misserfolg und Begutachtung

 

Änderungen vorbehalten.


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