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Curriculum „Zahnärztliche Implantologie“


Kurstermine

Klasse 14

  • Kurs 1:
    Zahnerhaltung vs. Implantologie / Grundlagen der zahnärztlichen Chirurgie
    Freitag, 21. September 2018, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 22. September 2018, 9:00–16:00 Uhr
  • Kurs 2:
    Grundlagen der zahnärztlichen Implantologie
    Freitag, 14. Dezember 2018, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 15. Dezember 2018, 9:00–16:00 Uhr
  • Kurs 3:
    Anatomische Grundlagen für enossale Implantationen / Klinische Grundlagen für enossale Implantationen
    Freitag, 15. März 2019, 14:00–19:00 Uhr
    Samstag, 16. März 2019, 9:00–16:00 Uhr
  • Kurs 4:
    Indikationsbezogene Planung und Behandlungskonzepte
    Freitag 24. Mai 2019, 9:00–16:00 Uhr
    Samstag, 25. Mai 2019, 9:00–16:00 Uhr
  • Kurs 5:
    Indikationsklassen
    Termin noch nicht bekannt
  • Kurs 6:
    Das reduzierte Knochenlager
    Termin noch nicht bekannt
  • Kurs 7:
    Administration und intra- und extraorale Implantate nach Tumor, Trauma und Fehlbildung / Implantatprothetik, PA und Implantologie
    Termin noch nicht bekannt
  • Kurs 8:
    Weichgewebemanagement / Komplexe implantatprothetische Rehabilitationen in der Erhaltungsphase
    Termin noch nicht bekannt

Nur im Paket zu buchen.


Voranmeldung

Interessenten können sich für das nächste vollständige Curriculum „Implantologie“ voranmelden »


Teilnahmegebühr

470,00 Euro je Einzelkurs für Kurs 1, 2 und 5–8
570,00 Euro für Kurs 3 und 4


Referenten

  • Dr. Karl-Ludwig Ackermann (Filderstadt)
  • Dr. Thomas Barth (Leipzig)
  • Dr. Robert Böttcher (Ohrdruf)
  • Dr. Tobias Gürtler (Erfurt)
  • Dr. Joachim Hoffmann (Jena)
  • Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Dresden)
  • Dr. Christian Junge (Friedrichroda)
  • PD Dr. Dr. Steffen Köhler (Berlin)
  • Prof. Dr. Knut Merte (Leipzig)
  • Dr. Horst Popp (Erfurt)
  • Prof. Dr. Dr. Stefan Schultze-Mosgau (Jena)
  • Dr. Hansgeorg Siebert (Jena)
  • Dr. Gudrun Stoya (Jena)

Curriculum

Das Curriculum „Implantologie“ besteht aus acht Wochenendkursen und einer Hospitation mit insgesamt ca. 118 Stunden. Für die Teilnehmer besteht Präsenzpflicht für die Kurse 1 bis 9. Den Teilnehmern wird freigestellt, die Supervision sowie das Abschlussgespräch zu absolvieren und das Curriculum mit dem Fortbildungszertifikat „Implantologie“ abzuschließen.

Das Curriculum „Implantologie“ stellt eine in sich abgeschlossene Folge von Fortbildungskursen dar, um Zahnärzten eine Aktualisierung und Vertiefung von Kenntnissen auf diesem Fachgebiet zu ermöglichen.

Es basiert auf der Zielstellung der oralen Rehabilitation des Patienten und schließt folglich die komplexe individuelle Therapieplanung sowie Verbindungen zu präventiven und therapeutischen Maßnahmen der Zahnerhaltung, Parodontologie, Prothetik sowie der zahnärztlichen Chirurgie und weiteren relevanten medizinischen Fachgebieten mit ein.

Der Schwerpunkt besteht neben der Vermittlung von theoretischem Wissen vor allem aus praktischen Übungen mit verschiedenen Implantatsystemen und Operationstechniken. Diese werden an Modellen sowie an anatomischen Präparaten und in einer Vielzahl patientenbezogener Beispiele demonstriert und dokumentiert.

Die prothetischen Planungen und die entsprechenden chirurgischen Arbeitsschritte werden von den Referenten mit den Kursteilnehmern erarbeitet.

Im kollegialen Gespräch können anhand eigener geplanter und versorgter Patienten implantologische Therapiemaßnahmen vorgestellt und diskutiert werden.

Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer erhalten Teilnahmebestätigungen für die Absolvierung der einzelnen Wochenendkurse und des gesamten Curriculums.

Das Curriculum ermöglicht den Teilnehmern den Erwerb der besonderen theoretischen Kenntnisse, die gemäß der Richtlinie und § 17 der Berufsordnung zum Ausweisen des Tätigkeitsschwerpunktes „Implantologie“ berechtigen.


Fortbildungszertifikat

Das Fortbildungszertifikat „Implantologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen wird Zahnärztinnen und Zahnärzten zuerkannt, die nachfolgende Voraussetzungen erfüllt haben:

  1. Curriculum „Implantologie“ mit Hospitation
  2. Erwerb und Nachweis praktischer Fähigkeiten
    – Supervision nach Vorgabeprotokoll (Hospitation, mindestens eine Implantation als Supervision)
    – Dokumentation von fünf selbstversorgten implantologischen Behandlungsfällen, welche alle Indikationsklassen umfassen sollen
  3. Abschlussgespräch

Eine Hospitation beinhaltet die Begleitung von implantologisch-chirurgischen, wie implantologisch-prothetischen Behandlungen in einer Praxis oder Klinik, soweit diese die hierfür geltenden Anforderungen nach Maßgabe der Arbeitsgruppe „Implantologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen erfüllen.

Für die Supervision ist mindestens ein Implantat selbst zu implantieren. Die Supervision kann im Rahmen eines Hospitationstages oder getrennt davon unter Aufsicht in einer Praxis oder Klinik erfolgen, soweit diese die hierfür geltenden Anforderungen nach Maßgabe der Arbeitsgruppe „Implantologie“ der Landeszahnärztekammer Thüringen erfüllt.

Hospitation und Supervision sind nach Vorgabeprotokoll zu bestätigen.

Die Vorbereitung, Planung und rechtlichen Beziehungen liegen in der Verantwortung und der Hand des Kursteilnehmers.

Zum kollegialen Abschlussgespräch kann sich anmelden, wer das Curriculum Implantologie absolviert hat und innerhalb von zwei Jahren nach dessen Abschluss die geforderten Nachweise erbringt.

Das Abschlussgespräch dauert etwa 30 Minuten. Die Teilnehmer bringen die gesamte Dokumentation der fünf selbstversorgten Fälle mit. Drei dieser Fälle sollen im Abschlussgespräch diskutiert werden.

Das Ergebnis des Abschlussgespräches ist zu dokumentieren und zu bewerten.

Das Abschlussgespräch ist gebührenpflichtig.


Kursinhalte

Kurs 1.1. Zahnerhaltung vs. Implantologie

  • Grundlagen der Parodontologie und Endodontologie
  • Voraussetzungen und Möglichkeiten für den endodontischen Zahnerhalt
  • Diagnostik und therapeutisches Konzept der Paro-Endoläsion
  • Bewertung von Attachmentverlust in der Parodontologie
  • Konzepte der konservativen Therapie der chronischen und aggressiven Parodontitis
  • Regenerative und resektive Parodontaltherapie


Kurs 1.2. Grundlagen der zahnärztlichen Chirurgie

  • Strukturbiologische Grundlagen der Mundschleimhaut und der Kieferknochen
  • Schnitt- und Lappenpräparationstechniken
  • Nahttechniken
  • Biologie der Wundheilung im Kieferbereich


Kurs 2. Grundlagen der zahnärztlichen Implantologie

  • Entwicklung der zahnärztlichen Implantologie
  • Bedeutung der Implantologie für das Behandlungsspektrum der Praxis
  • Implantologiemodelle: all in one, sugery outside
  • Chancen, Probleme, Risiken und Kooperation mit Überweisern
  • Kooperation mit Zahntechnik-Labor
  • Juristische Aspekte:
    – Aufklärung, Planung, Dokumentation, Finanzen usw.
    – Vertragsbeziehungen des Zahnarztes mit dem implantologischen Patienten
    – Ausnahmeindikationen nach § 28 und § 30-Begutachtungsverfahren
  • Voraussetzungen zur Implantation in eigener Praxis, Teamgedanke
  • Hygienekonzept in der Praxis
  • Technische Voraussetzungen
  • Implantat-Materialien: Werkstoffeigenschaften und Biokompatibilität,
  • Das derzeitige Wissen zur Biomaterial-Gewebe-Wechselwirkung
  • Das derzeitige Wissen zu neuen Oberflächen
  • Konstruktionsprinzipien von Implantatsystemen


Kurs 3.1. Anatomische Grundlagen für enossale Implantationen

  • Demonstrationen und praktische Übungen am Humanpräparat
  • Darstellung implantologisch relevanter Regionen und gefährdeter anatomischer Nachbarstrukturen an anatomischen Demonstrationspräparaten
  • Erfassung wichtiger anatomischer Landmarken an Serienschnitten bezahnter und unbezahnter Köpfe
  • vergleichende Darstellung der Landmarken im CT-Bild
  • Implantatinsertionen am Ober- und Unterkiefer des Humanpräparates
  • Sinusbodenelevation und Distraktion
  • Ober- bzw. Unterkieferresektion inclusive Stufenschnitte zur Evaluierung der Implantatinsertionen


Kurs 3.2. Klinische Grundlagen für enossale Implantationen

  • klinische und modellbasierte Analyse und Planung von Implantationen unter
  • Berücksichtigung der anatomischen Voraussetzungen
  • Bildgebende Analyse und Planung von Implantationen mit metrischer Röntgen und CT-Diagnostik
  • Implantationsplanung unter Berücksichtigung schwieriger anatomischer Verhältnisse
  • Wertigkeit knöcherner anatomischer Varianten für die Implantation
  • Wertigkeit der Anatomie der Weichgewebe für Implantationsplanungen
  • Demonstration und praktische Übungen am Tiermodell zur Analyse und Implantation bei anatomisch schwierigen Verhältnissen
  • Live-Operation bei anatomisch schwierigen Verhältnissen und Demonstration von anatomischen Besonderheiten der Hart- und Weichgewebe

In allen Abschnitten ist Gruppenarbeit unter klinisch und anatomisch kompetenter Anleitung vorgesehen.


4. Indikationsbezogene Planung und Behandlungskonzepte

  • Implantatprothetische Therapiekonzepte
    – Definition von Therapiezielen
    – Chirurgische Aspekte und Kontraindikationen
    – Indikationsklassen in der Implantologie
    – Biomechanische Faktoren der Implantatprothetik
    – Indikation und Bewertung der Konstruktionsformen
  • Praxiskonzept der Planung
    – Systematik der klinischen Entscheidungsfindung
    – Diagnostik und Befundanalyse
  • Vorbereitende Maßnahmen
    – Prächirurgische Maßnahmen
    – Festlegung der Implantatposition
    – CT-3D – Navigationsplanung für Komplexrehabilitationen
    – Wax-up, Bohrschablonen, Interimsversorgungen
  • Implantatprothetische Behandlungsabläufe
    – Arbeitsflussplan in der Praxis
    – Zusammenarbeit mit dem zahntechnischen Labor
    – Spezielle Abformverfahren
  • Live-Operationen
    – Vorstellung therapierter Patienten
    – Patientenfallauswertung – Problemdiskussion
    – Prothetische Demonstrationen – Übungen am Modell


5. Indikationsklassen

  • Indikationsempfehlungen und Indikationsklassen
  • Kontraindikationen und Risiken
  • Klinische Beispiele der verschiedenen Indikationsklassen
  • Indikationsbezogene Planung
  • Chirurgisches Vorgehen
  • Therapieresultate
  • Implantationszeitpunkt
  • Indikationsbezogenes Hart- und Weichgewebsmanagement
  • Provisorische prothetische Therapie und Einheilphase
  • Belastungszeitpunkt
  • Prothetische Behandlungskonzepte verschraubt vs. zementiert, verblockt vs. separiert
  • Suprakonstruktion in Abhängigkeit von Implantatlokalisation, Implantatanzahl und Knochendichte
  • Live-OPs
  • Modellübungen: Implantatinsertion, Abformverfahren


6. Das reduzierte Knochenlager

  • Das reduzierte Knochenlager im UK
    – Grundsätze der knochenverändernden Chirurgie
    – Simultan versus sequentiell
    – Autologe Transplantation
    – Knochenersatzmaterialien und Knochenaufbaumaterialien in der Praxis
    – Membrantechnik und Fixationsverfahren
    – Membranen und Titannetze
    – Wachstumsfaktoren und PRP
    – Live-OP
  • Das reduzierte Knochenlager im OK
    – bone by tissue engeneering
    – Direkter versus indirekter Sinuslift
    – Endoskopische Verfahren bei der Sinuslift-OP
    – Sinuslift-OP
    – Übung verschiedener Augmentationsverfahren am Modell


7.1. Administration und intra- und extraorale Implantate nach Tumor, Trauma und Fehlbildung

  • Patientengespräch – Aufklärung
  • Rechtswirksame Einverständniserklärung
  • Kostenvoranschläge – Liquidation
  • Umgang mit Kostenträgern
  • Forensik
  • Lagerhaltung


7. 2. Implantatprothetik, PA und Implantologie

„Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß; mit dem Wissen wächst der Zweifel.“
J.W. Goethe

Die dentale Implantologie ist heute nicht nur integraler Bestandteil der modernen Zahnheilkunde, nein, sie stellt neben den Grundfächern der Zahnmedizin eine disziplinübergreifende Therapieform dar. Dies bedeutet, dass jeder zahnmedizinisch therapeutisch Tätige ein Grundverständnis zu den Basistherapieformen aufbauen sollte, um im Entscheidungsprozess für oder gegen die Implantatintergration die Chancen oder Risiken der gewählten Behandlungsstrategie abwägen zu können.

Für die klassischen Implantatindikationen (Einzelzahnersatz, verkürzte Zahnreihe, große Schaltlücke und der mäßig bis stark atrophierte zahnlose Ober- oder Unterkiefer) gelten einheitlich Einstiegsdiagnostische Grundprinzipien.

Wesentlich für eine erfolgreiche und langzeitstabile Implantattherapie ist vornehmlich die Evaluation des „Warum-ist-ein-Zahn-verloren-gegangen?“. Hierbei drängt sich folgerichtig dann auch die Frage auf „Warum soll das Implantat erfolgreicher sein als der natürliche Zahn?“. Stellt man sich die Mundhöhle als ökologisches System vor, dann versteht es sich von selbst, dass es eine Reihe von Umfeldbedingungen – dental, parodontologisch, prothetisch, funktional und parafunktional – gibt, die für eine Implantat-Protethische Behandlungsentscheidung richtungsweisend sind.

Grundlegend werden Anamnese-, Diagnostik- und Therapie- Entscheidungshilfen für die ergebnisorientierte Rehabilitation dargestellt.


8. 1. Weichgewebemanagement

  • Orale Schleimhaut:
    – Anatomie und Physiologie
    – Spezialisierte Mukosa
    – Parodont, Gingiva, Attachment
  • Prothetisches Konzept:
    – Schleimhautverhältnisse
    – Indikationsklassen und ihre Besonderheiten
    – Überschuss – Mangel
    – Funktionelle und ästethische Anforderungen
  • Implantat – Schleimhaut:
    – Positionierung und Weichgewebe
    – Umgebung; Anforderungen
  • Chirurgische Techniken:
    – Bindegewebstransplantat
    – Mukoperiostlappen
    – Rezessionsdeckung
    – Papillenkondition
    – Mikrochirurgische Verfahren
    – Praktische Übungen am Phantom


8. 2. Komplexe implantatprothetische Rehabilitationen in der Erhaltungsphase

  • Erfolg und Misserfolg in der Implantologie im komplexen Zusammenhang von Planung, Chirurgie, Prothetik und Maßnahmen in der Erhaltungsphase
  • Kommunikation und Dokumentation
  • Komplikationsprophylaxe und Komplikationsmanagement
  • Früh- und Spätkomplikationen
  • Recall
  • Periimplantitis, Korrosion, Schraubenbruch
  • Ursachen und Konsequenzen von Implantatverlust
  • Nachimplantation und Erweiterbarkeit
  • Beispiele implantologischer Gutachten in Thüringen


9. Hospitation


10. Supervision (obligatorisch für Fortbildungszertifikat)


11. Abschlussgespräch (obligatorisch für Fortbildungszertifikat)
 

Änderungen vorbehalten!

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