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Antigen-Schnelltestung der in Zahnarztpraxen tätigen Personen

  • Zahnärzte dürfen in der eigenen Praxis tätige Personen einmal wöchentlich durch einen PoC-Antigen-Schnelltest testen. Dies schließt auch externe Dienstleister ein.
  • Die Testung von Patienten vor einer zahnärztlichen Behandlung ist nicht erlaubt.
  • Für Vertragszahnärzte betragen die abrechenbaren Sachkosten für selbst beschaffte Schnelltests höchstens 9,00 Euro je Test.
     


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 8. Dezember 2020


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Am 2. Dezember 2020 ist eine geänderte Coronavirus-Testverordnung in Kraft getreten.

Darin wurde präzisiert, dass Zahnärzte zur PoC-Antigen-Schnelltestestung nicht wie bisher nur ihrer Praxisbeschäftigten, sondern zur Testung aller in der Praxis tätigen Personen berechtigt sind. Somit sind auch kurzfristig tätige Angestellte externer Dienstleister (z.B. Reinigungskräfte, Techniker usw.) umfasst. Die Testung von Patienten vor einer zahnärztlichen Behandlung ist weiterhin nicht erlaubt.

Die Schnelltests können regelhaft vorsorglich für jeden Tätigen einmal pro Woche durchgeführt werden. Hierzu können Zahnarztpraxen bis zu zehn Schnelltests pro Monat und Tätigen in eigener Verantwortung beschaffen und nutzen.

PoC-Antigen-Schnelltests müssen die durch das Paul-Ehrlich-Institut und das Robert-Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien erfüllen, die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht hat.

Eine Pflicht der Praxen zur Durchführung von Schnelltests besteht nicht. Schnelltests dürfen nur bei asymptomatischen Personen durchgeführt werden. Ein positives Ergebnis eines Schnelltests muss dem zuständigen kommunalen Gesundheitsamt gemeldet und die betreffende Person an ihre Hausarztpraxis zur ggf. weiteren Abklärung mittels PCR-Test verwiesen werden.

Die Höhe der durch Vertragszahnarztpraxen abrechenbaren Sachkosten für selbst beschaffte Schnelltests wurde von höchstens 7,00 auf höchstens 9,00 Euro je Test angehoben. Zur Abrechnung hat die KZV Thüringen mit der KV Thüringen ein vereinfachtes Verfahren vereinbart und allen Thüringer Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten mit Sonderrundschreiben vom 20. November 2020 mitgeteilt.

Unabhängig von den genannten Regelungen für PoC-Antigen-Schnelltests haben weiterhin alle Personen nach Festlegung des behandelnden Arztes oder des Öffentlichen Gesundheitsdienstes einen Testanspruch mittels PCR-Test. Zahnärzten ist nicht erlaubt, Kontaktpersonen oder Personen nach Auftreten eines Infektionsgeschehens zu testen sowie im Rahmen einer Labordiagnostik den direkten oder indirekten Nachweis des Coronavirus zu führen.


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Die vorstehenden Handlungsempfehlungen geben unverbindliche Vorschläge, Muster, Erläuterungen und Anhaltspunkte zur individuellen Umsetzung in der Zahnarztpraxis. Die benannten Maßnahmen und Arbeitsabläufe müssen deshalb vom Praxisinhaber überprüft und den jeweiligen Praxisverhältnissen vor Ort angepasst werden. Die Landeszahnärztekammer Thüringen übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben.

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