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Röntgen


Online-Kurse für Thüringer Zahnärzte und ZFA zur
Aktualisierung der Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz


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Aktuelle Informationen


Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz für Zahnärzte 2017

Für die Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz bereitet die Zahnärztliche Röntgenstelle bei der Landeszahnärztekammer Thüringen derzeit einen Onlinekurs vor. Dieser Kurs wird im Frühjahr 2017 für Sie zur Verfügung stehen.

Zusätzlich wird Ihnen die Kammer wie bisher auch Präsenzveranstaltungen anbieten. Termine finden Sie Anfang des kommenden Jahres im gedruckten Fortbildungsprogramm oder im Internet unter www.fb.lzkth.de.


Neue Bestimmungen für Prüfung von Befundungsmonitoren

Röntgenverordnung (LA RöV) vom 4. November 2014 wurden drei Abschnitte der Qualitätssicherungs-Richtlinie (QS-RL), die bundeseinheitlich die Durchführung und Bewertung der Abnahmeprüfungen und Konstanzprüfungen von Röntgeneinrichtungen regelt, geändert. Diese auf den ersten Blick geringfügigen Änderungen sind in ihren Auswirkungen auf die zahnärztliche Röntgendiagnostik jedoch nicht zu unterschätzen.

Eingefügt wurde der Passus, dass die Abnahme- und Konstanzprüfung von Bildwiedergabesystemen zur Befundung (Befundungsmonitor) nach der im Jahr 2014 erschienenen DIN 6868–157 für alle Neugeräte ab dem 1. Mai 2015 durchzuführen ist. Diese Norm wurde vom Normenausschuss Radiologie erstellt und gegen die Stimme des Normenausschusses Dental verabschiedet. Trotz der fachlichen Kritik der Zahnärzteschaft an der in einem überaus intransparenten Verfahren entstandenen Norm, wurde diese nun von den Behörden in das staatliche Regelwerk übernommen.


Neuerungen für die Zahnheilkunde

In der Norm wurde ein Konzept der Raumklassen (RK) eingeführt. Für die Befundung zahnärztlicher Röntgenbilder relevant sind die Raumklasse 5 – Zahnärztlicher Befundarbeitsplatz und die Raumklasse 6 – Zahnärztlicher Behandlungsplatz. Diese werden durch eine maximale Beleuchtungsstärke von ≥ 100 lx (RK 5) beziehungsweise ≥ 1.000 lx (RK 6) charakterisiert. Die eingesetzten Bildwiedergabegeräte müssen eine Auflösung von ≥ 1.024 × ≥ 768 Pixeln und eine maximale Display-Leuchtdichte von 200 cd/m² (RK 5) beziehungsweise 300 cd/m² (RK 6) haben.

Zur visuellen Prüfung der Monitore wurden neue Testbilder eingeführt, die unter www.nar.din.de abrufbar sind. Gänzlich neu ist die Verpflichtung, die Leuchtdichte der Befundungsmonitore jährlich messtechnisch zu bestimmen.


Konsequenzen für die zahnärztliche Praxis

Für Zahnarztpraxen ergeben sich nach der Änderung der Richtlinie folgende Konsequenzen: Das Prozedere für die Abnahme- und Konstanzprüfung von Befundungsmonitoren, die vor dem 1. Mai 2015 in Betrieb genommen wurden, ändert sich nicht. Das heißt, Teil- oder Abnahmeprüfungen dürfen nach Anhang C.1.1 der QS-Richtlinie durchgeführt werden. Die Konstanzprüfungen erfolgen in diesen Fällen weiterhin nach Anhang B dieser Richtlinie. Diese Systeme dürfen bis zum 1. Januar 2025 betrieben werden.

Bei allen Befundungsmonitoren, die ab dem 1. Mai 2015 in Betrieb genommen werden, sind die Abnahme- und Konstanzprüfung nach den Vorgaben der DIN 6868–157 durchzuführen. Befundungsmonitore, die am zahnärztlichen Behandlungsplatz betrieben werden sollen, müssen dann konstant eine maximale Display-Leuchtdichte von 300 cd/m² aufweisen. Die Leuchtdichte der derzeit gelieferten Monitore liegt zwischen 200 und 300 cd/m². Für die jährliche Messung der Leuchtdichte muss entweder ein externes Messgerät oder ein Monitor mit einem integrierten Messgerät erworben beziehungsweise ein Dienstleister beauftragt werden.

Einen Nachweis für die Verbesserung der Befundungsqualität zahnärztlicher Hochkontrastaufnahmen durch diese Maßnahmen gibt es nicht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sie jedoch zu einer Kostensteigerung führen, die letztlich durch die Zahnärzteschaft zu tragen ist. Bei der geplanten Neuanschaffung eines Befundungsmonitors gilt es deshalb zu erwägen, ob die Inbetriebnahme noch vor dem 1. Mai 2015 erfolgen kann.

(Quelle: BZÄK)


Kommentierung der S2k-Leitlinie für die Dentale Volumentomographie

In der neuen S2k-Leitlinie der DGZMK zur Dentalen Volumentomographie wird der derzeitige Wissensstand der technischen Grundlagen, der Anwendungsgebiete und der verursachten Strahlendosen beschrieben. Dabei richtet sich die Leitlinie an alle Zahnärzte und Fachzahnärzte einschließlich Ärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie.


Landeszahnärztekammer Thüringen vervielfältigt analoge Röntgenbilder

Die Kammer ist technisch in der Lage, herkömmliche Röntgenbilder durch ein spezielles Scannverfahren zu digitalisieren und zu speichern. Diese gescannten Aufnahmen haben zwar keine Befundqualität, sind aber dennoch sehr aussagefähig. Der anfordernde Zahnarzt erhält eine CD mit den gescannten Aufnahmen und, auf gesonderten Wunsch, zusätzlich Papierausdrucke. Für den Digitalisierungsvorgang wird auf Grundlage der Kostensatzung der Kammer eine Gebühr von 20,00 Euro pro Bild erhoben.


DVT-Geräte in Thüringen

Die Röntgenverordnung ist in allen zahnärztlichen Praxen auszulegen.


Ausstellung eines Röntgenpasses

Der Pass ist jedem Patienten, der geröntgt wird, anzubieten und auszustellen. Einzutragen sind lt. § 28 RöV Angaben über Zeitpunkt und Art der Anwendung, die untersuchte Körperregion und Angaben zum untersuchenden Zahnarzt.


Neues zur Röntgenverordnung

Panoramaschicht- und Fernröntgengeräte sowie Digitale Volumenthomographiegeräte (DVT)

Kieferorthopädische Röntgenaufnahmen an Kindern mit analogen Panoramaschichtgeräten, also mit solchen, die Film-Folien-Systeme (FFS) als Bildempfänger nutzen, müssen ab 01.07.2010 mit einem FFS der Empfindlichkeitsklasse SC= 400 durchgeführt werden.

Hinweis: Definition von Kind gemäß DIN 6814-5, Abschnitt 8.2: „Person im Alter bis 12 Jahre“

Für Panoramaschicht- und Fernröntgengeräte sowie DVT-Geräte, die ab dem 01.07.2010 erstmalig in Betrieb gehen, muss die Strahlenexposition entweder direkt durch eine Vorrichtung angezeigt werden oder es muss indirekt eine entsprechende Angabe am Gerät vorhanden sein.

Dosisflächenproduktbestimmung und -anzeige sind für folgende Untersuchungen erforderlich:

  • Radiologische Untersuchungen von Kindern am Körperstamm in der Zahnmedizin (ausgenommen: Untersuchungen mit dem Tubusgerät) (gilt für erstmalige Inbetriebnahme der betreffenden Röntgeneinrichtung ab 01.07.2010).

Hinweis: Erstmalige Inbetriebnahme ab dem 01.07.2010 bedeutet: Die Anzeige des Betriebes bei der zuständigen Aufsichtsbehörde erfolgt nach dem 30.06.2010, das Kaufdatum ist nicht relevant. (Quelle: NZB 12/2009, Seite 29)


Bezugsmöglichkeiten der Röntgenpässe

  • alle Dentaldepots

Kosten des Röntgenpasses

Eine Umlegung der entstehenden Kosten zu Lasten des Patienten ist nicht gestattet.


Aktualisierungspflicht der „Fachkunde im Strahlenschutz“

Der Forderung des Gesetzgebers nach der fünfjährigen Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz für Zahnärzte wurde in Thüringen durch die Erarbeitung eines Selbststudienmodells verbunden mit relativ kurzen Präsenzveranstaltungen Rechnung getragen.


Rechtfertigende Indikation

Gemäß § 23 Abs. 1 Satz 1 sind für jede Anwendung von Röntgenstrahlen Angaben zur rechtfertigenden Indikation  und ihre schriftliche Dokumentation vorzunehmen. Die rechtfertigende Indikation ist die Entscheidung eines Arztes oder Zahnarztes mit der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz, dass und in welcher Weise Röntgenstrahlen am Menschen in der Zahnheilkunde angewendet werden. Hier ist u. a. besonders die Dringlichkeit der Anwendung bei bestehender oder nicht auszuschließender Schwangerschaft zu prüfen.

Werden Patienten zum Röntgen an Fachkollegen überwiesen, haben diese die rechtfertigende Indikation zu überprüfen. Derjenige Zahnarzt, der die Röntgenaufnahmen durchführt ist für die Archivierung derselben verantwortlich.

Beispiele für Angaben zur rechtfertigenden Indikation finden Sie im Downloadcenter.


Belehrungen nach § 36 RöV

Belehrungen nach § 36 RöV sind einmal pro Jahr (bisher halbjährlich) für alle Personen, die Zutritt zum Kontrollbereich haben, bzw. an der Anfertigung von Röntgenaufnahmen beteiligt sind, durchzuführen. Verantwortlich dafür ist der Strahlenschutzverantwortliche der Praxis bzw. Einrichtung. Die Belehrungsprotokolle sind von allen Beteiligten zu unterschreiben und mindestens fünf Jahre aufzubewahren.


Aufbewahrungsfristen

Eine Auflistung der wichtigsten Aufbewahrungsfristen finden Sie im Downloadcenter.


Arbeitsanweisungen

Für alle in der Praxis durchgeführten Aufnahmetechniken sind Arbeitsanweisungen auszulegen. Entsprechende Muster finden Sie im Downloadcenter.

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