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Fortbildung zur
Zahnmedizinischen Fachangestellten in der Kieferorthopädie

Nach einer erfolgreich absolvierten Fortbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten in der Kieferorthopädie ist die Arbeit in Zahnarztpraxen mit kieferorthopädischem Schwerpunkt möglich.

Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zur Zahnarzthelferin bzw. Zahnmedizinischen Fachangestellten. Die Teilfortbildung dauert berufsbegleitend etwa 150 Unterrichtsstunden.


Arbeitsgebiet und Aufgabenbereich
einer Zahnmedizinischen Fachangestellten in der Kieferorthopädie

  • Radiologische Untersuchung: Erstellen von Röntgenaufnahmen, FRS, OPG, HWA
  • Dokumentation: Herstellung von Situationsabdrücken, Abformungen vornehmen, Situationsmodelle erstellen
  • Kieferorthopädische Behandlung: Ausligieren von Bögen, Einligieren von Bögen im ausgeformten Zahnbogen, Auswahl und Anprobe von Bändern an Patienten, Entfernen von Kunststoffresten und Zahnpolitur auch mit rotierenden Instrumenten nach Bracket-Entfernung durch den Zahnarzt
  • Individualprophylaxe: Mundhygieneinstruktionen, Reinigung supragingivaler Zahnoberflächen, Fluoridierungsmaßnahmen

Lehrinhalte der Fortbildung zur
Zahnmedizinischen Fachangestellten in der Kieferorthopädie

Theoretische Grundlagen
 

1. Historischer Überblick zur Entwicklung des Fachgebietes Kieferorthopädie


2. Zielstellung der kieferorthopädischen Behandlung


3. Normale Gebissentwicklung

  • Pränatale Entwicklung
    - Kiemenbögen
    - Trennung von Mund- und Nasenraum
    - Lagebeziehungen der Kiefer zueinander
    - Stufenbiss/ Schachtelbiss
  • Postnatale Entwicklung
    - Durchbruchzeiten der Milchzähne (1. Dentition)
    - Aufgaben des Milchgebisses
    - Distaler Abschluss der Milchzahnreihe
    - Einstellungsmodifikationen für Neutralbiss
    - Durchbruchzeiten der bleibenden Zähne (2. Dentition)
    - Postnatales Wachstum von OK und UK
    - Wachstumstheorien
    - Chronologisches, skelettales und dentales Alter


4. Gestörte Gebissentwicklung/ Ätiologie der Dysgnathien

  • Erbe und Umwelt als Kausalgruppen
    - Genetische Einflüsse
    - Umwelteinflüsse
    - Vorwiegend genetisch bedingte Dysgnathien
    - Bisslageanomalien
  • Klassifikation und Einteilungen
    - Einteilung der Bisslage
    - Einteilung nach Hauptgruppen (Bonner Klassifikation)
    - Einteilung nach Leitsymptomen


5. Befunderhebung

  • Familienanamnese
  • Eigenanamnese
  • Klinische Untersuchung
    - Körperbau                        
    - Gesichtsstruktur
    - Verhalten
    - Weichteile
    - Schädelbau
    - Gebissanalyse
  • Funktionsanalyse
  • Modellanalyse
    - Abformung
    - Trimmen
    - Bissvergleich
    - Vermessen
    - Sockeln
  • Lichtbildanalyse
  • Röntgenbefund
    - OPG
    - Fernröntgen
    - Handskelett
    - Diagnose


6. Behandlungsbedarf, Behandlungsnotwendigkeit, Behandlungsmöglichkeit


7. Behandlungszeitpunkt

  • Milchgebiss
  • Wechselgebiss
  • Bleibendes Gebiss


8. Behandlungsarten

  • Herausnehmbare Apparatur
  • Extraktionstherapie
  • Kombinationsmöglichkeiten
  • Ergebnis/ Spätergebnis/ Rezidiv


Prophylaxe
 

1. Allgemeine zahnärztliche Prophylaxe

  • Aufklärung der Eltern
    - Mundhygiene (API)
    - Ernährung
    - Fluoridprophylaxe
    - Mundhygienemaßnahme bei Patienten mit herausnehmbaren und festsitzenden Apparaturen


2. Maßnahmen zur Prävention von Zahnstellungs- und Bisslageanomalien

  • Pränatale Prävention
    - Erkrankungen
    - Lebensweise
    - Ernährung
  • Postnatale Prävention
    - Habits
    - Schlaflage
    - Atemtyp
    - Vorzeitiger Milchzahnverlust


Mitarbeit bei der Befunderhebung und Behandlung
 

1. Hilfeleistung bei Neuaufnahmen

  • Umgang mit kindlichen Patienten, Compliance
  • Abdrucknahme
  • Situationsbiss/ Bissvergleich
  • KO-Biss
  • Herstellung von Modellen (Sockeln, Trimmen)


2. Hilfeleistung beim Röntgen

  • Erstellen von
    - OPG
    - FRS
    - HWA


3. Hilfeleistung beim Fotografieren, Auswerten von Fotos


4. Arbeitsgänge beim Kleben von Brackets


5. Arbeitsgänge beim Zentrieren von Bändern


6. Instrumente zum Legieren


7. Separieren


8. Reinigung der supragingivalen Zahnflächen vor, während und nach der Behandlung

  • Anwendung von langsam rotierenden Instrumenten


9. Modelldokumentation und -auswertung

  • Indices
  • Ausmessen in 3 Dimensionen
    - Einzelkieferbefund
    - Okklusionsbefund
  • Dokumentation auf Karteikarte/ Befunderhebung


10. Röntgendokumentation/ und -auswertung


11. Fotodokumentation und -auswertung


Praktische Übungen

  • Abdrucknahme                           
  • Zahnreinigung
  • Modellherstellung
  • Vorbereitung des KO-Bisses
  • Vorauswahl von Bändern und Brackets
  • Befestigung von Bändern (nach Eingliederung durch den Zahnarzt)
  • Entfernen von Bögen


Abrechnungswesen

  • Behandlungsplanung/ Behandlungsplan
  • Be- und Abrechnung von kieferorthopädischen Leistungen
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