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61.000 Euro Flut-Soforthilfe für geschädigte Zahnarztpraxen

Thüringer Zahnärzte sichern Patientenversorgung in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten

Das Hochwasser in Thüringen hat auch 15 Zahnarztpraxen in den Landkreisen Greiz, Gera, Altenburger Land und Weimar geschädigt. Die Wassermassen verursachten große Schäden an Praxisräumen und zahnmedizinischen Apparaturen.

Als erste Sofortmaßnahme haben die Landeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung ihren gemeinsamen Hilfsfond geöffnet: Insgesamt 61.000 Euro zahlen sie derzeit an die betroffenen Zahnarztpraxen aus.

Dr. Andreas Wagner, Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen, und Dr. Karl-Friedrich Rommel, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringen, sind sich einig: „Wir müssen unseren in Not geratenen Kolleginnen und Kollegen schnell und unbürokratisch helfen. Mit unserer Unterstützung wollen wir auch dafür sorgen, dass die Zahnarztpraxen schnell wieder arbeitsfähig werden und die Patientenversorgung in den Katastrophengebieten aufrechterhalten bleibt.“ Zugleich heben beide das großartige Engagement der Zahnärzte in schwieriger Lage hervor, denn viele Praxen waren bereits nach wenigen Tagen wieder geöffnet.
 

Patientenkartei aufgeweicht und unlesbar

Besonders schwer getroffen hat es das Zahnarzt-Ehepaar Birgit und Werner Tanger aus Gößnitz an der Pleiße. 60 Zentimeter hoch stand das Wasser in ihren Praxisräumen: Computer, das Praxislabor, die Rezeption und die Patientenkartei versanken in den Fluten. Die Papiere der Patientenkartei sind aufgeweicht und für immer unlesbar ausgewaschen. Die Rechentechnik jedoch konnte ein Fachmann unerwartet trocknen, so dass zumindest die elektronischen Daten gerettet wurden.

Den Investitionsbedarf für einen Wiederaufbau ihrer Zahnarztpraxis schätzen Birgit und Werner Tanger auf 300.000 Euro. Ob sie ihre Praxis wieder eröffnen werden, wissen beide allerdings noch nicht. „Wir sind über 60 Jahre. Da ist es schwer, noch einmal neu anzufangen“, sagt Werner Tanger.
 

Schnelle und unbürokratische Soforthilfe

In diesen und anderen Fällen leistet der gemeinsame Hilfsfond der Landeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung schnelle und unbürokratische Hilfe. Außerdem helfen Kammer und KZV bei der übergangsweisen oder dauerhaften Vermittlung von Praxisräumen, Einrichtungen und Praxispersonal.
 


Pressemitteilung vom 20. Juni 2013
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Für Rückfragen:
Landeszahnärztekammer Thüringen
Matthias Frölich
Telefon 0361 7432-136, Telefax 0361 7432-236
E-Mail presse@lzkth.de, Internet www.lzkth.de

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