Curriculum Prothetik

Das Curriculum Prothetik stellt eine in sich abgeschlossene und aufeinander aufbauende Folge von Fortbildungsveranstaltungen dar. Es besteht aus sieben Kurswochenenden (Freitagnachmittag und Samstag) mit insgesamt 84 Stunden.

Das Curriculum gibt neben der Auffrischung des Grundwissens und bewährter Methoden auch Einblicke in aktuelle Herstellungsverfahren. Neben der Vermittlung theoretischen Wissens werden auch praktische Kurse angeboten. Im kollegialen Austausch können mitgebrachte Patientenfälle geplant und parallel zum Curriculum versorgt werden. Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapieoptionen werden im Kollegenkreis vorgestellt und diskutiert.

Kurszeiten:
Jeweils freitags 14:00–19:00 Uhr und samstags 9:00–16:00 Uhr.

Teilnahme:
Die Einzelkurse des Curriculums sind nur im Paket buchbar. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Curriculums besteht Anwesenheitspflicht.

Aktuelle Kurse im Curriculum Prothetik

Inhalte und Kurse

Kurs 1: Synoptische Behandlungskonzepte / Vorbehandlung / Fotodokumentation

  • Anamnese
  • Befund
  • Diagnose
  • Risiken
  • Fallvorstellungen mit TED-Umfrage
  • Vorbehandlungen KONS, PARO, KFO, MKG
  • Prognose
  • Langzeiterfahrung verschiedener Therapiemittel
  • Praktische Übung: Mitgebrachte Fälle aus eigener Praxis
  • Fotodokumentation
     

Kurs 2: Funktionsdiagnostik / funktionelle Vorbehandlung

  • Ätiopathogenese und Epidemiologie craniomandibulärer Funktionsstörungen
  • Klinische und instrumentielle Funktionsanalyse
  • Elektrische Registrierverfahren
  • Schienentherapie / medikamentöse Therapie / Physiotherapie
  • Prothetische Rehabilitation bei Funktionsstörungen
  • Fallpräsentation
  • Praktischer Teil:
    – Erhebung des klinischen Funktionsbefundes
    – Instrumentelle Funktionsanalyse
    – Anlegen Gesichtsbogen / Protrusionsregistrat / Stützstiftregistratur
    – Einartikulieren der eigenen Modelle und Okklusionsanalyse
     

Kurs 3: Festsitzender Zahnersatz

  • Materialkunde
  • Kronen
  • Brücken
  • Adhäsivversorgungen
  • Implantatplanung und -versorgungen
  • Verbindungen Zahn-Implantat
  • Ästhetik
  • derzeit etablierte Versorgungsmöglichkeiten durch CAD/CAM
     

Kurs 4: Implantatprothetische Konzepte festsitzend / abnehmbar

  • Indikationen
  • Interimsversorgungen
  • Klassischer Modellguss
  • Kombiprothetik: Teleskope / Geschiebe etc.
  • Hybridprothetik: Pfeilervermehrung / strategisch wichtige Implantate
     

Kurs 5: Praxiskurs CAD/CAM CEREC

  • CAD/CAM „gestern und heute“
  • Abdruckfreie Praxis
  • Digitaler Patient – sinnvoller Einsatz digitaler Technologien
  • Grundlagen von CEREC in der aktuellen Software
  • Update Vorbehandlung und Eingliederung von Vollkeramik
  • Praktische Übungen:
    – keramikgerechte Präparation am Phantom
    – selbstständige Herstellung von vollanatomischen, metallfreien Versorgungen unter Anleitung geschulter Instruktoren
     

Kurs 6: Totalprothetik

  • Update der anatomischen Grundlagen
  • Klassische Herstellung der Totalen Prothese – Variationen in Anlehnung an Gysi
  • Verbesserung von Funktion und Ästhetik durch umfangreichere Herstellungsmethoden (Gutowski)
  • Okklusionskonzepte
  • Digitale Fertigung
  • Verbesserung der Funktion mit Implantaten: 1 / 2 / 4 pro Kiefer?
  • Mini-Implantate
  • Geroprothetik: Besonderheiten in der Alterszahnheilkunde
  • Defektprothetik
     

Kurs 7: Materialkunde, Materialunverträglichkeit, Psychosomatik, Prothetischer Misserfolg, Richtlinien vertragszahnärztlicher Tätigkeit und Begutachtung

  • Materialunverträglichkeit, Toxizität, Alternativen bei Unverträglichkeit
  • Psychosomatik: Problempatienten mit psychogener Prothesenintoleranz, psychogener Materialunverträglichkeit
  • Kassenrichtlinien in der GKV
  • Prothetischer Misserfolg und Begutachtung


Änderungen vorbehalten.

Referentinnen und Referenten

  • Zahnarzt Tom Friedrichs (Dresden)
  • Zahnarzt Prof. Dr. Sebastian Hahnel (Leipzig)
  • Zahnarzt Dr. Eberhard Hofmeister (Jena)
  • Zahnarzt Dr. Stephan T. Jacoby (Coswig)
  • Zahnärztin Prof. Dr. Ingrid Peroz (Berlin)
  • Zahnärztin Dr. Angelika Rauch (Leipzig)
  • Zahnarzt Dr. Thomas Schmeißer (Naumburg)
  • Zahnarzt Dr. Uwe Tesch (Erfurt)
  • Zahnarzt Prof. Dr. Karl-Heinz Utz (Bonn)
  • Zahnarzt Dr. Torsten Wassmann (Göttingen)
  • ZTM Thomas Zelmer (Sondershausen)


Änderungen vorbehalten.

Allgemeine Informationen

Ablauf und Inhalt

Das Curriculum besteht aus 7 Wochenenden mit insgesamt 84 Fortbildungsstunden. Für die Teilnahme besteht Präsenzpflicht.

Das Curriculum „Prothetik“ stellt eine in sich abgeschlossene und aufeinander aufbauende Folge von Fortbildungsveranstaltungen dar. Hierbei sollen neben der Auffrischung von Grundwissen und bewährten Methoden auch Einblicke in aktuelle Herstellungsverfahren gegeben werden.

Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen werden auch praktische Kurse angeboten. Im kollegialen Austausch können anhand mitgebrachter Patientenfälle diese geplant und parallel zum Curriculum versorgt werden. Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapieoptionen können im Kollegenkreis vorgestellt und diskutiert werden.

Den Teilnehmern wird freigestellt, die Hospitation und Supervision sowie das Abschlussgespräch zu absolvieren und das Curriculum mit dem Fortbildungszertifikat „Prothetik“ abzuschließen.

Die Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen erhalten Teilnahmebestätigungen für die Absolvierung der einzelnen Wochenendkurse des gesamten Curriculum.
 

Fortbildungszertifikat

Das Fortbildungszertifikat „Prothetik“ der Landeszahnärztekammer Thüringen wird Zahnärztinnen und Zahnärzten zuerkannt, die nachfolgende Voraussetzungen erfüllt haben:

  1. Curriculum „Prothetik“
  2. Erwerb und Nachweis praktischer Fähigkeiten
    • Anfertigung eigener CAD/CAM-Versorgungen im Rahmen der Fortbildungsreihe
    • Dokumentation von 4 selbstversorgten, ggf. interdisziplinär vorbehandelten Komplexfällen (inkl. Vorbehandlungen über die Reevaluation bis hin zur definitiven Versorgung)
    • Einer dieser Fälle sollte im Rahmen des Curriculum den Teilnehmern vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.
  3. Abschlussgespräch

Für die Supervision stellt jeder Teilnehmer seinen umfassendsten Behandlungsfall vor. Die Auswahl, Vorbehandlungen, Reevaluation sowie definitive Therapie der Komplexversorgungen liegen in der Hand der Kursteilnehmer. Ebenfalls obliegt die zeitliche Organisation der einzelnen (Vor-)  Behandlungsschritte sowie Kalkulation der Wartezeiten für Umbauvorgänge oder Regenerationsphasen den Kursteilnehmern. Die Voraussetzungen für das kollegiale Abschlussgespräch sind erfüllt, wenn die einzelnen Kursteilnehmer:

- das Curriculum Prothetik absolviert haben
- die Nachweise über die geforderten Versorgungen vorliegen
- ein Patientenfall für die Supervision vorbereitet ist

Das Abschlussgespräch wird von einer von der Landeszahnärztekammer Thüringen beauftragten Kommission geleitet und findet in der Landeszahnärztekammer statt.

Das Abschlussgespräch dauert ca. 30 Minuten. Die Teilnehmer bringen die gesamte Dokumentation der vier Komplexfälle mit. Ein Fall wird im Abschlussgespräch ausführlich diskutiert. Das Ergebnis des Abschlussgespräches ist zu dokumentieren und zu bewerten.

Das Abschlussgespräch ist gebührenpflichtig.

Die Verbrauchsmaterialien und Geräte für die praktischen Kurse werden gestellt. Das gewohnte, eigene Instrumentarium sowie rotierende Instrumente müssen von den Teilnehmern mitgebracht werden. Entsprechende Instrumentenlisten werden den Teilnehmern rechtzeitig vor Kursbeginn zugesandt.


Änderungen vorbehalten.

Monika Westphal

Fortbildung /
Kurse ZÄ, ZFA

 0361 7432-108
 0361 7432-270
 E-Mail senden

 

Kerstin Held

Fortbildung /
Kurse ZÄ, ZFA

 0361 7432-107
 0361 7432-270
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